Häufigste Gründe für Erwerbsminderung

Psychische Erkrankungen waren im Jahr 2015 der mit Abstand häufigste Grund für die Einstufung eines Arbeitnehmers als erwerbsgemindert. Bei fast 43% aller Personen war das der Fall. Auf Platz zwei lag Krebs, gefolgt von Skelett-, Muskel- und Bindegewebserkrankungen. Danach kamen mit 9% die Herz- und Kreislauferkrankungen. Im Vergleich von Männern und Frauen ist auffällig, dass der Prozentsatz psychisch erkrankter Frauen weitaus größer ist als der bei Männern. Die liegen dafür bei Herz- und Kreislauferkrankungen vor den Frauen.

Die Höhe der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente hängt von der Höhe des individuellen Einkommens und der Art der Erwerbsminderung ab. Wer nur noch weniger als drei Stunden am Tag erwerbstätig sein kann, erhält die volle Erwerbsminderungsrente, wer drei und mehr Stunden tätig sein kann, erhält die kleine Erwerbsminderungsrente. Lassen Sie sich aber nicht täuschen, denn die Rentenhöhen sind gering und liegen im Durchschnitt beider Rentenarten zwischen 385,- und 711,-! Wie die Zahlen verdeutlichen, reichen die staatlichen Leistungen für den Fall der Berufs- oder Erwerbsminderung nicht aus, um die gewohnte Lebensweise weiterzuführen. Die private Versicherungswirtschaft bietet jedoch Lösungen an. Selbst Verbraucherberatungen und -Schutzverbände raten zum Abschluss einer Berufs- und Erwerbsminderungsrente.