Aufbewahrungsfristen auch für Privatpersonen

Für Selbstständige gilt, dass geschäftliche Unterlagen zehn Jahre lang aufbewahrt werden müssen. Arbeitnehmer und Rentner sind jedoch schlecht beraten, wenn sie sich freuen, unnötigen Papierkram rasch entsorgen zu können. Dies hat weniger steuerrechtliche Hintergründe, als vielmehr Gewährleistungsansprüche. So sollte bei der Anschaffung von Gegenständen, auf die eine Garantieleistung gewährt wird, der Kaufbeleg auf jeden Fall bis zum Ablauf der Garantiezeit aufbewahrt werden, in der Regel ein oder zwei Jahre. Gleiches gilt für Handwerkerrechnungen. Die Gewährleistungsfrist beträgt in diesem Fall fünf Jahre. Gab es Pfusch bei der Ausführung, können Ersatzansprüche bei fehlenden Belegen nur schwer geltend gemacht werden. Für Steuerunterlagen empfiehlt sich, auch wenn es keine gesetzliche Regelung gibt, eine Aufbewahrungsdauer von fünf Jahren. Grund ist, dass Steuerbescheide zurückliegender Jahre häufig als Berechnungsgrundlage für den Bezug öffentlicher Gelder, beispielsweise Elterngeld oder Erziehungsgeld, herangezogen werden. Bei der Anschaffung hochwertiger Güter empfiehlt sich die unbegrenzte Aufbewahrung der Kaufunterlagen und der Rechnung von selbst. Zum einen erleichtern sie bei Wiederverkauf den Nachweis des ursprünglichen Kaufpreises, zum anderen können sie im Schadensfall bei der Versicherung als Nachweis der Anschaffung vorgelegt werden. Für die Beitragsrechnungen der Versicherungen gilt, dass trotz Einschränkung der abzugsfähigen Beträge sich möglicherweise doch noch eine Absetzbarkeit der Prämien ergibt. Daher sollten sie Arbeitnehmer auf jeden Fall mit den steuerrelevanten Unterlagen aufbewahren. Für Kontoauszüge regelt der Gesetzgeber eine zweijährige Aufbewahrungsfrist, für Auszüge, aus denen regelmäßige Zahlungen, beispielsweise die Miete, hervorgehen, gilt eine Dauer von vier Jahren. Dokumente wie Heiratsurkunde, Geburtsurkunde, Kraftfahrzeugbrief und alle Unterlagen, die mit dem Erwerb einer Immobilie in Zusammenhang stehen, sind am Besten in einem Bankschließfach verwahrt, da sie im Falle eines Brandes nur schwer zu ersetzen sind.

Rückenschmerzen – Ursache und Therapie

Eine der häufigsten Erkrankungen der Bundesbürger sind Rückenschmerzen. Fast jeder Dritte leidet darunter. In den seltensten Fällen ist die Ursache ein Bandscheibenvorfall oder Krebs. Die Gründe sind eher lapidar. Bewegungsmangel führt zu einer Rückbildung der Muskulatur, Haltungsschäden am Schreibtisch sind ein weiterer Aspekt. Schmerztherapeuten sehen Bettruhe nicht als ideale Heilungsmethodik, sondern setzen auf eine Kombination aus Bewegungs-, Verhaltens- und Psychotherapie. Schwimmen, Fahrradfahren und Wandern gelten als ideale Sportarten, um Rückenschmerzen vorzubeugen beziehungsweise zu therapieren. Rückenschulen, wie sie von den Ersatzkassen in Kooperation mit Fitnesscentern angeboten werden, stellen ebenfalls einen therapeutischen Ansatz dar. In der Broschüre „Kreuzschmerz“, deren Herausgeber die Bundesärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung sind, werden Ursachen und Heilungsmethoden detailliert dargestellt. Die Broschüre steht zum kostenlosen Download zur Verfügung.

1000 Unfallverletzte täglich im Straßenverkehr

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat jetzt die Zahlen für die Unfälle im Straßenverkehr für das Jahr 2012 veröffentlich. Trotz eines leichten Anstiegs um 0,6 Prozent auf rund 2,4 Millionen Unfälle im Betrachtungszeitraum sank die Zahl der Verkehrstoten erfreulicherweise auf ein Rekordtief. Dennoch gab es 384.000 Verletzte, eine Zahl, die zum Nachdenken anregen sollte. Auf der einen Seite besteht zwar eine Schadensersatzpflicht für den Unfallverursacher, bei einem selbst verschuldeten Unfall entfällt dieser Anspruch zwangsläufig. Eine Absicherung durch die gesetzliche Unfallversicherung besteht nur, wenn sich der Unfall auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Heimweg von dort ereignet hat. Für die meiste Zeit sind Verkehrsteilnehmer nicht geschützt. Vor dem Hintergrund der Zahl der Verletzten wird deutlich, dass ein Verkehrsunfall jeden treffen kann. Wer sich dem Risiko entziehen möchte, durch einen Unfall massive Einkommensverluste durch eine mögliche Invalidität zu erleiden, ist gut beraten, eigene Vorsorge zu treffen. Private Unfallversicherungen leisten rund um die Uhr, weltweit und fast ohne Einschränkungen. Eine Leistungspflicht besteht nicht bei Vorsatz. Die Prämien sind vergleichsweise gering, sichern aber die Existenz und verhindern ein Abrutschen in den sozialen Abgrund, eine Position, die auch von der Stiftung Warentest vertreten wird. Ein Gespräch mit einem Experten hilft, die individuell beste Absicherung zu finden.

Im Ausland ohne Reisekrankenversicherung – ein Roulettespiel

Krankheiten oder Unfälle sind nicht planbar – das gilt für Zuhause ebenso wie für den Urlaub oder die Geschäftsreise ins Ausland. Dabei ist es völlig unabhängig, ob es sich um eine sechswöchige Rundreise durch die USA handelt, oder einen Tagesausflug nach London. Trotz Sozialversicherungsabkommen mit zahlreichen Ländern ist die Leistung der Ersatzkassen bei Erkrankungen im Ausland unzureichend. Dies bezieht sich vor allem auf den möglichen Krankenrücktransport. Dieser kann beispielsweise vom Urlaubsparadies Mallorca aus nach Deutschland schnell 15.000 Euro betragen, wird aber von den hiesigen Ersatzkassen nur bedingt erstattet. Ein Krankenhausaufenthalt in den USA kann bereits bei einer Dauer von drei Tagen mit einem fünfstelligen Betrag zu Buche schlagen. Es müssen nicht immer die dramatischen Erkrankungen sein, die gerade in Übersee ein finanzielles Desaster bedeuten können. Eine Auslandsreisekrankenversicherung ist die einfache und kostengünstige Lösung für alle Reisenden. Die Prämie sind im Vergleich zum Reisepreis verschwindend gering, bieten aber umfassenden Schutz bei einer Erkrankung oder einem Unfall im Ausland. Neben den Behandlungskosten werden auch die Kosten für den Krankenrücktransport nach Deutschland übernommen, unabhängig davon, aus welchem Land der Rückflug erfolgt. Dies schließt auch die medizinische Betreuung während des Fluges mit ein.

Rauchmelder – jetzt auch in Bayern Pflicht

Die Zahl der Bundesländer, welche den Einbau von Rauchmeldern zur Verpflichtung machen, steigt kontinuierlich an. Nachdem seit dem 1. Januar 2013 der Einbau von Rauchmeldern gesetzlich vorgeschrieben ist, müssen auch die Hauseigentümer in Nordrhein-Westfalen ab dem 1. April dafür Sorge tragen. Damit ist die Zahl der Bundesländer mit Rauchmelderpflicht auf zwölf angestiegen. Die Regelungen sind jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Während in einigen Bundesländern grundsätzlich alle Neu-, Um- und Bestandsbauten mit diesen Sicherheitsmeldern ausgestattet sein müssen, gelten für andere Länder, beispielsweise Hessen, Übergangsfristen. In Hessen müssen bis 2014 auch Bestandsimmobilien entsprechend besichert sein. Die Mindestvoraussetzungen für die Installation von Rauchmeldern ist ein Anbringen in Schlafzimmern, Kinderzimmern und Fluren. Die Verantwortung für den Einbau liegt beim Bauherrn, Eigentümer oder Vermieter. Da der Immobilienbesitzer in der Pflicht steht, dafür Sorge zu tragen, dass die Rauchmelder kontinuierlich gewartet werden und eine jederzeitige Betriebsbereitschaft gewährleistet ist, können Vermieter Wartung und Kontrolle im Mietvertrag explizit auf die Mieter übertragen. Für bestehende Mietverträge ist eine Ergänzungsklausel zulässig. Wie der Bundesverband Brandschutz-Fachbetriebe informiert, bieten jedoch nicht alle Brandmelder ausreichenden Schutz. Auf seiner Homepage informiert der Verband darüber, auf welche Kriterien Immobilienbesitzer beim Kauf achten sollten.

Policen immer auf den neuesten Stand bringen

Eine kundenorientierte Beratung in Bezug auf den Versicherungsschutz berücksichtigt auch immer die jeweilige Lebenssituation der Versicherungsnehmer. Neben den sich ändernden Lebensumständen wächst auch der Bedarf, die Sicherheit gerade in den Bereichen Haftpflichtversicherung, Hausrat-, Wohngebäude und Rechtsschutz den aktuellen Gegebenheiten anzupassen und zu optimieren. Aus diesem Grund bieten die Gesellschaften immer mehr Deckungserweiterungen für einzelne Segmente der jeweiligen Sparte an. Da jeder Kunde individuelle Bedürfnisse hat, sind diese Erweiterungen nicht mehr grundsätzlich genereller Vertragsbestandteil, sondern als zusätzliche Bausteine anwählbar. Ein Beispiel dafür ist der Einschluss deliktunfähiger Kindern in die Haftpflichtversicherung. Dieser Baustein kann wieder abgewählt werden, wenn der Nachwuchs das Alter der Deliktfähigkeit erreicht hat. In der Wohngebäudeversicherung findet der Deckungseinschluss für Fotovoltaikanlagen erst mit den jüngeren Tarifgenerationen Berücksichtigung. Wer einen 20 Jahre alten Vertrag und eine zwei Jahre alte Anlage besitzt, hat hier keinen Versicherungsschutz. Es empfiehlt sich daher grundsätzlich, die bestehenden Policen mit einem Experten darauf abzugleichen, welche Risiken im Rahmen des Schutzes hinzugekommen sind und welche möglicherweise zwischenzeitlich ausgeschlossen werden können. Einige Hausratversicherer gehen mit der Zeit und bieten jetzt auch den Einschluss von Phishing und Internetbetrugs als abzusicherndes Risiko an. Servicepakete, welche die Handwerkerrechnung bei Notfällen übernehmen, beispielsweise den Schlüsseldienst oder Rohrreinigungsservice, runden die neuen Zusatzpakete ab.

Ausgleich bei verspäteten Flügen – der Europäische Gerichtshof hat entschieden

Kommt ein Reisender verspätet am Zielflughafen an, so besteht grundsätzlich ein Ausgleichsanspruch, auch wenn der Flug aus mehreren Teilflügen besteht. Grundlage für das Urteil war ein Flug, der von Bremen über Paris nach Sao Paulo und Asuncion gehen sollte. Da die Maschine in Bremen mit mehr als zweistündiger Verspätung startete, und der Anschluss in Paris für den Flug der Air France nicht mehr gegeben war, betrug die letztendliche Verspätung in Asuncion mehr als 11 Stunden. Reisende verlangten daher von der Air France eine Entschädigung. Die französische Fluggesellschaft verweigerte diese, da sie die Verspätung in Bremen zwar verschuldet hatte, diese aber weniger als drei Stunden ausmachte, das Zeitfenster, ab dem ein Ausgleichsanspruch besteht. Das Gericht sah hier jedoch eine Ungleichbehandlung zu Reisenden gegeben, deren Flug zwar pünktlich startet, die aber dennoch den Zielort erst mit Verspätung erreichten. Aus diesem Grund bekamen die Kläger recht gesprochen, Air France muss eine Kompensation in Höhe von 600 Euro an jeden Fluggast bezahlen. Diesen Rechtsweg bis hin zum Europäischen Gerichtshof einzuschlagen, ist teuer. Mit der Zunahme der Flugreisen kann aber inzwischen jeder Fluggast in die Situation kommen, dass er Regressforderungen geltend machen möchte. Um eine solche Forderung anzustreben, ist eine bestehende Rechtsschutzversicherung eigentlich unabdingbar. Sie übernimmt die Kosten auch dann, wenn das Verfahren zuungunsten des Reisenden ausgeht.

Unfallrisiko Putzen – rund 30 Prozent aller Unfälle ereignen sich im Haushalt

Was amüsant klingt, ist bittere Realität. Mit Beginn des Frühjahrsputzes in deutschen Haushalten steigt auch wieder die Zahl der Unfälle im Haus. Von den ungefähr 8 Millionen Unfällen, bei denen Menschen verletzt werden, treten 2,7 Millionen in den eigenen vier Wänden ein. Die Bandbreite der Schäden reicht von Prellungen bis hin zum Todesfall. Gerade Fensterputzen ist die größte Gefahrenquelle. Fenster sollten immer von innen geputzt werden, auf dem Fensterbrett oder der Fensterbank hat bei der Reinigung niemand etwas verloren. Immer noch ignorieren viele Putzwütige, dass ein Hocker oder Stuhl nicht die geeignete Trittfläche ist, eine Leiter nach DIN-Norm bietet die notwendige Sicherheit. Dieser Umstand ist die Ursache für rund 20 Prozent aller Haushaltsunfälle. Wer sich nicht auf die Leiter traut, ist mit einem Fensterputzer mit Teleskopstange bestens beraten. Das Risiko, abzurutschen, steigt mit der falschen Kleidung. Weite Hosen und Pullover provozieren ein Hängenbleiben und Stolpern. Wer nur Socken trägt oder Schuhe mit glatten Sohlen, riskiert, auf einer Leiter abzurutschen. Das richtige Schuhwerk sollte, so nebensächlich es klingt, auf jeden Fall berücksichtigt werden. Auch für den Frühjahrsputz gilt: In der Ruhe liegt die Kraft. Hektisches und überhastetes Putzen kann zu Bandscheibenschäden und Zerrungen führen.

Orientierungslosigkeit kostet beim Autofahren den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung

Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen hat jetzt ein interessantes, aber auch kritisches Urteil (Az.: L 3 U 151/08) gefällt. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Arbeitgeber einen Mitarbeiter bittet, einen Firmenwagen an einen anderen Ort zu überführen. Fährt der Arbeitnehmer in diesem Zusammenhang aufgrund eines Orientierungsfehlers jedoch in die entgegengesetzte Richtung und erleidet dabei einen Unfall, steht er nicht mehr unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Die Kläger hatten argumentiert, dass sie sich bei der Überführung des Wagens auf einem Dienstweg befanden. Dieser Argumentation folgte das Gericht jedoch nicht, da nach wie vor das Prinzip des direkten Weges gelte. Auch das falsche Abbiegen führt dazu, dass der gerade und kürzeste Weg verlassen wird und damit kein Versicherungsschutz mehr besteht. Lediglich Nebel, das Umfahren eines Staus oder eine falsche Beschilderung wären Gründe, die eine andere als die kürzeste Strecke rechtfertigten. Um dem Risiko des Wegfalls der gesetzlichen Unfallversicherung entgegenzuwirken, bleibt der Abschluss einer privaten Police. Dies gilt weltweit rund um die Uhr und leistet auch, wenn andere Träger die Leistung verweigern. Darüber hinaus kommt noch, dass die finanziellen Einbußen durch die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung selten ausreichend kompensiert werden. Versicherungsexperten wissen darum und zeigen Wege auf, wie diese Versorgungslücke mit geringen monatlichen Beiträgen kompensiert werden kann.

Unfall im Ausland – mehrsprachiger Unfallbericht erleichtert die Verständigung

Mit Ostern beginnt wieder die bis in den Herbst dauernde Reisezeit. Zahlreiche Bürger machen sich mit dem PKW, dem Wohnmobil oder dem Auto auf den Weg in das nicht-deutschsprachige Ausland. Wer jedoch, statt Erholung zu finden, dem Stress eines Unfalls ausgesetzt ist, möchte nicht noch an der Sprachbarriere verzweifeln. Unterschiedliche Auffassungen über Schuld oder Teilschuld führen schon in der Muttersprache zu Konflikten. Umso schwieriger werden diese Themen, wenn man die Sprache des Unfallgegners nicht beherrscht. Der europäische Versicherungsverband hat daher einen einheitlichen Unfallbericht erstellt, der regional und in der jeweiligen Landessprache völlig identisch ist. Dieses Formular ist über den Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erhältlich und steht als kostenloser Download zur Verfügung.