Die Absicherung eines Bankkredits

Wer einen Kredit bei einer Bank beantragt, muss in der Regel auch für die Besicherung der Restschuld sorgen. Die Risiken, die zur Nichtzahlung einer nur teilweise abbezahlten Schuld führen, können sehr unterschiedlich sein. Naheliegend, dass der Tod des Keditnehmers diesen Fall darstellt. Es kann aber auch dauernde Krankheit (also Berufsunfähigkeit) oder der Verlust des Arbeitsplatzes sein. Nicht in allen Fällen verlangt die Bank auch die Absicherung des Bestands der Tätigkeit. Meistens bietet ein Kreditinstitut dem Kredit-Antragsteller die Restschuldversicherung gleich mit. Das muss aber nicht notwendigerweise immer die beste Lösung sein. Oftmals reicht der Bank die Besicherung für den reinen Todesfall, vielleicht auch den Ausfall durch Krankheit. Und da ist die Risiko-Lebensversicherung durchaus eine sinnvolle Alternative zum Bankangebot. Eine Risiko-LV, die bereits besteht, kann an die Bank abgetreten werden. Ist die Todesfallleistung höher als der Kredit, gehört den Erben eh der finanzielle Überhang. Eine Risiko-LV kann auch über die Kreditlaufzeit hinaus bestehen und Todesfallschutz für Hinterbleibende bieten. Der Einschluss einer Berufsunfähigkeitsrente bei Krankheit, die die Höhe der monatlichen Kreditrate abdeckt, ist in der Regel auch möglich. Bleiben Sie also flexibel über den Zeitrahmen Ihres Kreditvertrages hinaus und lassen Sie sich alternativ zur Restschuldabsicherung bei Ihrem Versicherungsberater eine entsprechende Risiko-LV rechnen. Der finanzielle Vorteil könnte auf Ihrer Seite liegen!

Besondere Sorgfaltspflicht und Mitverantwortung

Eine Joggerin verunglückt bei ihrem abendlichen Sport. Was war passiert: Eine Baufirma hatte im Auftrag einer Stadtverwaltung einen Gehweg in Stand gesetzt und dabei an einer Stelle versehentlich eine Vertiefung von ca. 2,5 cm zurückgelassen. Bei nicht ausreichender Beleuchtung und Abenddämmerung kam die Joggerin an dieser Stelle zu Fall und verletzte sich. Sie verklagte darauf die Stadtverwaltung zur Übernahme der Kosten in Folge des Unfalls und zur Zahlung von Schmerzensgeld. Beide Forderungen wurden vom Oberlandesgericht in Saarbrücken abgelehnt. Das Gericht verwies auf die Eigenverantwortung der Sportlerin, die bei nicht ausreichenden Lichtverhältnissen eine gerade bearbeitete Wegstrecke durchlief und deren ausnahmslose Beschaffenheit und Sicherheit nicht unterstellt werden konnte. Nach dem Satz: Wer sich in Gefahr begibt… erwartete das Gericht eine weitgehende Sorgfaltspflicht im eigenen Handeln und ein hohes Maß an Mitverantwortung seitens der Sportlerin.

Sommer – Saison der Fahrraddiebe

Im Jahr 2014 wurden nach Angaben der Polizei fast 340.000 Fahrräder als gestohlen gemeldet. Das ist eine Zunahme gegenüber 2013 von sieben Prozent, Tendenz steigend! Wie sollte man sein Fahrrad sichern, um nicht Opfer zu werden? Die Polizei rät, technisch hochwertige Fahrradschlösser zu verwenden nach dem Prinzip: der Preis des Schlosses sollte 10% des Fahrradwertes betragen. Auch die Form der Nutzung des Schlosses ist wesentlich: nach Möglichkeit sollte der Rahmen des Rades mit dem Schloss an einer Verankerung befestigt sein, die ihrerseits in den Boden oder in eine Wand eingelassen ist (z.B. Fahrradständer im Boden eingelassen). Zusätzlich sollten die Räder durch eine Schlossverbindung zum Rahmen abgesichert sein, damit ein Dieb nicht einfach das einzelne Rad ausspannt und mit dem eigentlichen Rad verschwindet. Um im Falle eines Diebstahls die Möglichkeit der Aufklärung zu erhöhen, sollte das Rad codiert sein. Dies bieten Fahrradhändler, der ADFC (Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club), vereinzelte Versicherer und auch Polizeidienststellen an. Bisher liegt die Aufklärungsrate nämlich nur bei rund 10%. Grundsätzlich ist ein Fahrrad, abgestellt in einem verschlossenen Keller bzw. in der Wohnung, Teil des Hausrats und somit als solcher versichert, wenn es nicht gerade außer Haus benutzt wird. Wer sein Rad auch außer Haus – also in Nutzung – gegen Diebstahl absichern will, kann dies durch einen Zusatzbaustein innerhalb seiner Hausratversicherung. Für diesen Fall ist es von größter Bedeutung, dass im Schadenfall eine Kaufquittung vorliegt, sonst nur ein pauschaler Betrag und nicht der volle Kaufpreis ersetzt wird.

Nachbarschaftshilfe, Gefälligkeit und Haftpflicht

Gerade in der Urlaubszeit tritt der Zusammenhang dieser drei Begriffe besonders häufig auf. Während der Abwesenheit im Urlaub übernimmt der nette Nachbar von gegenüber die Versorgung der Blumen und holt die Post aus dem Briefkasten. Dabei geschieht ein Missgeschick. Aus einem “übergossenem” Blumentopf tropft Wasser in die darunter stehende Stereoanlage und beschädigt sie nachhaltig. Der nette Nachbar hat zwar eine private Haftpflichtversicherung, die will aber nicht zahlen, da der Schaden im Zusammenhang mit einer sogenannten “Gefälligkeitshandlung” steht, der Schadenverursacher also grundsätzlich im Interesse des Geschädigten gehandelt hat und kein grob fahrlässiges oder mutwilliges Verhalten vorliegt. Für diese Rahmenumstände sieht der Gesetzgeber keine Entschädigungspflicht vor – und damit muss auch die Versicherung nicht in die Haftung eintreten. Ganz dumm gelaufen – und dennoch hätte sich der Fall vermeiden lassen. Haftpflichtpolicen neueren Datum decken diese Leistungslücke häufig mit ab, quasi als Zusatzleistung, wo die gesetzliche Verpflichtung nicht besteht. Sie sollten also dringend Ihre Haftpflichtversicherung auf diesen Baustein hin prüfen, rufen Sie Ihren Versicherer an und stellen Sie gegebenenfalls die Deckung auf neueste Bedingungen um.

Kfz-Auslandsreisen immer nur mit Grüner Karte!

Damit bei einem Verkehrsunfall im Ausland lästige und vor allem unnötige Probleme in der Abwicklung der Formalitäten vermieden werden, sollte immer eine grüne Versicherungskarte an Bord sein. Das Grüne Karten System beruht auf einem Abkommen, an dem 46 Länder einschließlich vier außereuropäische Länder teilnehmen. Obwohl in der Regel zum Nachweis der Versicherung das Kennzeichen genügt, ist die Regelung der teilnehmenden Staaten durchaus unterschiedlich. Die Grüne Karte gilt aber in allen Ländern als zusätzlicher Nachweis, dass das Fahrzeug den in diesem Land vorgeschriebenen Versicherungsschutz besitzt. Offiziell heißt die Grüne Karte “Internationale Versicherungskarte für den Kraftverkehr” (IVK) und zeigt durch Länderkürzel, in welchen Ländern ein ausreichender Versicherungsschutz besteht. In der Regel wird die Grüne Karte bei deutschen Autoversicherern mit Abschluss einer Versicherung ausgehändigt. Geschieht dies nicht oder ist die Karte veraltet, kann jederzeit beim Versicherer eine Grüne Karte angefordert werden. Einige Länder stellen Sonderbedingungen, die über den Versicherungsschutz, die durch die Karte hinausgehen. Ob dies für Ihr Zielland gilt, zeigt ein Blick auf die Karte, da das entsprechende Länderkürzel entweder nicht erwähnt ist oder vorhanden, aber durchgestrichen. Sie könne sich darüber auch direkt bei Ihrem Versicherer erkundigen. Auch wenn im Einzelfall ein Zielland das Mitführen einer Grünen Karte nicht vorschreibt, hilft sie dennoch im Schadenfall, da sie bei der Abwicklung der Formalitäten im Schadenfall nützliche Dienste leistet und den Vorgang erleichtert und dadurch beschleunigt. Um in jedem Falle gerüstet zu sein und eventuelle Strafgebühren im Zielland zu vermeiden, sollte die Grüne Karte also vorsichtshalber bei Kfz-Reisen ins Ausland immer mitgeführt werden.