Das selbstfahrende Auto

Im Jahr 2020 soll es soweit sein! Das selbstfahrende Auto soll nach Aussagen der Autoindustrie dann serienreif sein und zum Normalfall werden. Klingt sehr ambitioniert. Nun gut, ganz ohne Fahrer geht es dann auch nicht, aber einmal in Betrieb kann die gesamte Steuerung des Fahrzeug in allen Punkten auf “Autopilot” umgeschaltet werden. Aber so traumhaft einfach wie es klingt, wird es dann wohl doch nicht, weil die selbstfahrende Variante der Bewegung durch den Verkehr eine Menge Fragen mit sich bringt. Wie klärt sich im Falle eines Unfalls die Schuldfrage, auch Technik ist nicht ohne Fehlfunktionen denkbar. Kann eine Maschine, also ein Roboter, einen ethischen Standpunkt entwickeln in der Abwägung, ob in einer Gefahrensituation der Fahrer oder das Leben eines anderen Verkehrsteilnehmers vorrangig schützenswert ist? Das Bundesverkehrsministerium arbeitet zur Zeit intensiv an einer Gesetzgebung, damit für die Nutzung des selbstfahrenden  Autos eine verbindliche Rechtsgrundlage besteht. Auch die Autoversicherer müssen dazu ihren Standpunkt entwickeln. Minister Dobrint will bereits in einem Monat in der Öffentlich seinen Gesetzentwurf zur Thematik vorstellen. Man darf gespannt sein!

Haftung bei unsachgemäßer Nutzung?

Wer eine Sache, das Eigentum dritter ist, unsachgemäß benutzt, kann einen dadurch erlittenen Schaden nicht über das Haftung des Eigentümers geltend machen. Klingt kompliziert? Das Amtsgericht München hat in einem solchen Fall ein eindeutiges Urteil gesprochen (Az.: 191 C 2159/13). Eine Frau hatte zusammen mit ihrem vierjährigen Sohn ein Schwimmbad besucht. In der Umkleidekabine stand eine kleine Bank mit vier Metallfüßen. Zum Umkleidung stellte die Mutter ihren Sohn auf die Bank, die dabei umfiel. Der Junge blieb unverletzt, die Mutter zog sich eine schwere, langanhaltende Prellung zu und machte den Schwimmbadbetreiber für den Unfall verantwortlich, was eine Förderung von Schmerzensgeld zur Folge hatte. Der Fall kam vor Gericht. Das Amtsgericht München entschied im Sinne des Schwimmbadbetreibers wie folgt: es war eindeutig zu erkennen, dass die Bank weder am Boden noch an einer Wand der Kabine befestigt war. Das Kind zum Umkleiden auf die Bank zu stellen war eine unsachgemäße Nutzung, so dass die Folge des Unfalls nicht in der Verantwortung des Betreibers liege. Die Klage wurde abgewiesen. Da die Haftung eines dritten in diesem Falle nicht greift, hätte nur eine private Unfallversicherung helfen können.

Sicher Autofahren an heißen Tagen

Große Hitze hat starken Einfluss auf den Autoverkehr. Dies gilt sowohl für den Menschen, wie auch das “Material”. Gemeint ist mit letzterem nicht das Fahrzeug, sondern die Straße. Starke Hitze kann zu Ausdehnungen des Straßenbelags führen, die aufplatzen und Löcher bilden, sogenannte Blow-ups. Aber auch der Mensch leidet. Nach Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrats e.V. (DVR) haben wissenschaftliche Studien gezeigt, dass bei einer Auto-Innenraumtemperatur ab 27 Grad Celsius die Anzahl der Unfälle durchschnittlich um 6% steigt, ab 32 Grad sind es bereits 13% und ab 37 Grad bereits 33%. Hitze löst vor allem Konzentrationsprobleme aus, steigert die Aggressivität und verlangsamt die Reaktionsschnelligkeit. Es ist also ratsam, an heißen Tagen das Auto möglichst im Schatten zu parken. Falls die Innenraumtemperatur dennoch sehr hoch ist, sollte vor Fahrtbeginn gut gelüftet werden, die Lüftung bei mittlerer Einstellung auf “Umluft” gestellt werden, um keine neue Warmluft zuzuführen und bei Vorhandensein einer Klimaanlage die Zieltemperatur nicht tiefer als sechs Grad unterhalb der Außentemperatur anzusetzen. Es sollte ebenso beachtet werden, das der Fahrer ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Flüssigkeitsmangel durch zu hohe Temperatur kann den Kreislauf gefährlich belasten. Also “Gute Fahrt” auch bei heißem Wetter!

Mit dem Wohnmobil auf Tour

Wohnmobile erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Es bietet nicht nur “reisen” im eigenen Wohnzimmer, es bietet statistisch gesehen auch ein großes Maß an Sicherheit, da die Beteiligung an Unfällen bei Wohnmobilen im Vergleich zu anderen Kfz relativ gering ist. Wer mit seiner “Wohnung” auf den Straßen unterwegs ist, rollt und rast nicht, der Weg ist das Ziel. Dennoch ergab eine Analyse der Unfälle mit Wohnmobilen ein deutliches Profil. In den meisten Fällen war ein verunfalltes Wohnmobil nämlich überladen! Da der Stauraum groß ist, hat man das Fahrzeug schnell mit zuviel Ladung über das zulässige Gesamtgewicht gebracht. Hinzu kommt, dass häufig das geladene Gepäck, oftmals auch Haushaltsgegenstände, nicht ausreichend gesichert ist. Da kommt es bei starkem Bremsen oft zu herumfliegende Gegenständen. Interessanterweise sind nämlich Personen, die sich im Wohnraum des Fahrzeugs aufhalten, stärker verletzt als Fahrer und Beifahrer. Der Auffahrunfall ist übrigens die häufigste Unfallursache beim Wohnmobil. Das hat eine gewisse Logik. Dem Fahrer wird schnell bewusst, dass eine nicht ausreichend gesicherte Ladung zur Gefährdung werden kann und bremst im Notfall verhaltener, als es die Situation erfordert. Die Konsequenz aus dem Versuch, einen “internen” Unfall im Fahrzeug zu vermeiden, fordert dann das Auffahren. Sichern Sie also Ihre nicht zu umfangreiche Ladung und bremsen Sie im Notfall ausreichend!!!!

Umgang mit Altverträgen im Bereich “Leben” und “Rente”

Es kommt leider immer mal wieder vor, dass eine unvorhergesehene Situation Kapitalbedarf mit sich bringt und leider wird dann allzu oft an die Kündigung einer schon seit längerem bestehenden Kapitalversicherung (als Renten- oder Lebensversicherung) gedacht. Keine gute Lösung!!! Grundsätzlich sind alle vorzeitig vom Kunden gekündigten Kapitalversicherungen finanziell schädlich, und das aus verschiedenen Gründen, die hier nicht alle dargestellt werden sollen. Ihr Versicherungsfachmann berät Sie da im einzelnen gern ausführlich. Hie sei auf einen grundsätzlichen Aspekt im Umgang mit Altverträgen hingewiesen. Wichtig dabei ist das Jahr 2005. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Gesetzgeber wesentliche Änderungen im Aufbau der Kapitalversicherungen beschlossen, kurz gesagt: alle Verträge in diesem Bereich, die vor 2005 abgeschlossen wurden, sind und bleiben bei ihrer Auszahlung als Einmalbeitrag komplett steuerfrei! Hinzu kommt, dass bei diesen Verträgen in der Regel der Garantiezins, der deshalb so heißt, weil er (auch heute noch) garantiert ist, bei ca. 4% per anno liegt. Welche Geldanlage kann Ihnen heute noch eine solche Verzinsung “garantieren”?  Heutige Verträge leisten immer noch überdurchschnittliches im Überschuß, aber leider nicht mehr in der Garantie. Hinzu kommt eine komplett andere steuerliche Behandlung. Besitzen Sie also Kapitalverträge aus der Zeit vor 2005, behandeln Sie sie bitte wie Goldstaub!!!

Haustiere und Versicherungsschutz

Wer einen Hund besitzt, besitzt in der Regel auch eine Hundehalterhaftpflicht-Versicherung. Es gibt zwar keine einheitliche Regelung in der Bundesrepublik, da Kommunen und Länder ihre eigenen Forderungen aufstellen, aber oftmals ist es eine Pflichtversicherung für Hundehalter. Da stellt sich doch die Frage: wie sieht der Haftpflichtfall bei Besitzern von Katzen aus? Tatsächlich ist hier die Übernahme der gesetzlichen Haftung durch die private Haftpflichtversicherung geregelt. Wenn “Minka” sich aus der gerade offen stehenden Wohnungstür schleicht, um sich nebenan bei Meyers an der neuen, ledernen Sesselgarnitur die Krallen zu wetzen, kommt für den Schaden die private Haftpflicht auf. Dies gilt generell für übliche Haustiere. Die extra zu versichernden Sonderfälle sind Hunde und Pferde (die zwar nicht als Haustiere gelten, aber in Haltung und Zucht eigene Risiken gelten). Eine häufig gestellte Frage ist, ob die bestehende Hunderhalterhaft auch greift, wenn nicht der Besitzer selbst, sondern eine andere mit der Hundeführung betraute Person in die Situation eines haftungspflichtigen Schadens gerät. Die Antwort lautet ja, sofern diese Person ihrerseits die vorübergehende Hundeführung nicht gewerblich betreibt.

Gründe für die Schuldenfalle

Die Gründe, warum Privatpersonen in die Siuation der Überschuldung geraten können, sind vielfältig. Dennoch lassen sich dabei immer wieder bestimmte Muster erkennen, die die Hauptgründe darstellen, wie die aktuelle Überschuldungsstatistik des Statistischen Bundesamtes zeigt. Interessanterweise sind dabei die scheinbar naheliegenden Gründe wie falsches Konsumverhalten oder falsche Haushaltsführung eher selten. Im letzten Jahr haben rund 650.000 Personen eine Schuldenberatungsstelle in Anspruch genommen. Die durchschnittliche Schuldenhöhe lag 2015 bei ca. 35.000,-. Besonders betroffen waren dabei Alleinstehende und Alleinerziehende. Die Hauptgründe für die finanzielle Schieflage waren Umstände, die nicht planbare und gravierende Änderungen der Lebenssituation darstellten: plötzliche Arbeitslosigkeit,

langfristige Krankheit, Unfallfolgen, Trennungen und Scheidungen. Zumindest was Krankheit und Unfall betrifft, lässt sich aber Vorsorge treffen durch entsprechende Vorsorgeversicherungen. Riesige Lebensrisiken lassen sich also vorausschauend in den Griff bekommen, wenn man sich versicherungstechnisch gegen Berufsunfähigkeit und Unfallfolgen absichert. Lassen Sie sich von Ihrem Versicherungsberater informieren. Ist der Fall erst eingetreten, oder es existiert bereits eine langfristig zu erwartende Problematik durch beginnende Krankheit vor, ist es zu spät!

Grillunfall und Versicherungsschutz

Unvorsichtigkeit, Ungeschick oder auch technische Defekte können das sommerliche Grillfest zu einem Unfallereignis werden lassen. Immer wieder kommt es vor, dass beim Grillen schwerwiegende Fehler gemacht werden: Anzünden des Brenngutes mit Brandbeschleunigern wie Benzin und Spiritus, falsches Aufstellen des Grills in zu großer Nähe zu brennbaren Materialien, fehlender Windschutz, Wahl eines unsicheren, unebenen Untergrundes und vieles mehr. Aber nicht nur der Holzkohle-Grill birgt Gefahren. Wer mit Gas oder elektrisch grillt, hat ebenfalls einiges zu beachten. Bietet das Kabel eine Stolperfalle? Steht die Gasflasche richtig und sind alle Dichtungen noch in Ordnung? Wer durch einen Grillunfall dritte schädigt – und das kann bis zum Abbrennen des Nachbarhauses reichen – hat aus der Haftpflicht finanzielle Entschädigung zu leisten. Aus eigenen Mitteln ist das kaum möglich. Da hilft nur eine Haftpflichtversicherung mit ausreichender Versicherungssumme!

HUK Coburg steigt in den Autohandel ein

Die HUK Coburg plant für den Herbst den Einstieg in den Autohandel, zunächst versuchsweise. In Düsseldorf soll in der zweiten Jahreshälfte ein Autohaus eröffnet werden, das Gebrauchte Fahrzeuge jüngerer Jahrgänge anbieten wird. Ein Handel mit älteren Fahrzeugen oder Unfallautos ist nicht geplant. Seit vielen Jahren ist es üblich, dass Autohäuser ihren Kunden auch Kfz-Versicherungen größer Gesellschaften anbieten. Die HUK Coburg geht als großer Autoversicherer nun versuchsweise den umgekehrten Weg. Ein interessantes Geschäftsmodell! Wir werden weiter davon berichten.

Ende eines Spaziergangs – Unfall auf einem landwirtschaftlichen Wirtschaftsweg

Bei einem Spaziergang auf einem landwirtschaftlichen Wirtschaftsweg zwischen Rapsfeldern stürzte eine Spaziergängerin, weil sie auf dort verstreuten Rapssamen ausrutschte. Sie forderte vom Landwirt der angrenzenden Feldern wegen des Unfalls Kosten ein, u.a. auch Schmerzensgeld. Der Fall kam vor Gericht, die Klage wurde abgewiesen. Das Landgericht Coburg entschied folgendermaßen (Az.: 22 O 169/13): Da mehrere landwirtschaftliche Betriebe über diesen Weg ihre Rapsfelder erreichen, war grundsätzlich der direkte Verursacher der Verunreinigung nicht zu ermitteln. Aber auch, wenn dies möglich gewesen wäre, könne die Forderung der Klägerin nicht aufrechterhalten werden, da auf Wirtschaftswegen die Anlieger nicht mit Anliegern von üblichen Straßen gleichgestellt sind. es sei ortsüblich, dass auf Wirtschaftswegen Verschmutzungen in Folge der Tätigkeit auftreten und lediglich außergewöhnliche Hindernisse beseitigt werden müssten. Daher muss ein Fußgänger auf derartigen wegen mit Ernteabfällen rechnen. Unser Rat: eine finanzielle Absicherung in solchen Fällen kann nur durch eine private Unfallversicherung erreicht werden. Dumm gelaufen!