Leitungswasserschäden vermeiden

Die Gründe, die in Gebäuden zu Wasserschäden führen, sind in der Regel immer die gleichen! Der Zulauf zur Waschmaschine ist defekt. Die Schelle vom Wasserschlauch der Spülmaschine ist verrostet und gesprungen oder Gummidichtungen sind altersbedingt verschlissen und undicht. Und dabei ist es gar nicht so schwer, in längeren Abständen an diesen “Schwachstellen” mal eine Kontrolle vorzunehmen. In Schadenfall gibt es sogar ein paar “Fallen”, die die Regulierung der Schäden beeinflussen können. Wer an Waschmaschinen und Spülmaschinen zum Beispiel ständig die Wasserzufuhr geöffnet hat, könnte im Schadenfall mit der Begründung der groben Fahrlässigkeit eine Minderung der Schadensregulierung hinnehmen müssen. Bei neueren Haushaltsgeräten ist meistens ein automatisches Aquastopp-System eingebaut, dass bei Wasserverlust an der Maschine den Zulauf automatisch schließt. Für ältere Geräte läßt sich eine solches Aquastopp-System am Zulauf nachrüsten. Wenn es dennoch zu einem Schaden kommt, sind drei Szenarien denkbar, Ein Schaden an der Gebäudesubstanz, ein Schaden am Inventar der eigenen Wohnung oder ein Hausratschaden am Eigentum eines dritten. Für den Schaden am eigenen Hausrat kommt naheliegend die hoffentlich vorhandene eigene Hausratversicherung auf. Der Schaden an der Bausubstanz des Gebäudes wird von der Gebäudeversicherung getragen und gegebenenfalls bei der Haftpflichtversicherung des Verursacher des Schadens regressiert. Dasselbe gilt für den Hausratschaden eines dritten, z.B. eines Mieters, durch dessen Decke von oben eine Durchfreuchtung stattfand mit Beschädigung des Hausrates (von der Decke tropft es auf die Unterhaltungselektronik). In einem solchen Fall ist es aber ratsam, den Schaden zunächst durch die Hausratversicherung des Geschädigten regulieren zu lassen, um dann bei der Hapftpflicht des Schadenverursachers zu regressieren. Der Grund dafür: eine Haftpflichtentschädigung sieht immer nur die Regulierung des Zeitwertes vor, die Hausratversicherung entschädigt immer zum Neuwert! Am besten, es kommt gar nicht erst soweit!

Man muss es den Dieben schwer machen!

Jedes Jahr werden der Polizei in Deutschland an die 40.000 Autodiebstähle oder eben solche Versuche gemeldet. In 80% der Fälle sind die Diebe erfolgreich. Entschieden zuviel! Nach Angaben der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes lassen sich in bestimmten Fällen Kfz-Diebstähle vermeiden, wenn nicht immer wieder grundlegende Fehler begangen würden. Ist nach Abziehen des Schlüssels das Lenkradschloss eingerastet? Ist das Fahrzeug wirklich verriegelt. Das erfolgreiche verriegeln mit einem Funksystem wird akustisch und optisch bestätigt. Bleibt dies aber aus, kann es sich schon um den Beginn eines Diebstahls handeln. Sogenannte Funkblocker können das Verschließen eines Fahrzeugs verhindern. Ist der Fahrer aus dem Blickfeld, sitzt der Dieb schon an Steuer. Viele Fahrzeugbesitzer lassen einen Zweitschlüssel im Auto. Nach dem Einbruch ins Auto freut sich der Dieb, dass man es ihm so leicht macht. Zudem ist das Hinterlegen eines Zweitschlüssels im Fahrzeug mittlerweile eine sogenannte “grobe Fahrlässigkeit”, die der Kasko-Versicherung erlaubt, bei Diebstahl des Kfz die Leistung auszusetzen. Das System “Keyless-Komfort” ist nicht nur Komfort für den Autofahrer, sondern auch komfortabel für Diebe. Besonders hochwertige Fahrzeuge sind mit dem System ausgestattet, dass sowohl das Öffnen wie das Starten des Fahrzeugs ohne Schlüssel, nur durch dessen “Nähe” zum Fahrzeug ermöglicht. Diebe verfahren nach folgendem System: da Fahrzeugschlüssel in der Regel nahe der Eingangstür einer Wohnung oder eines Hauses aufbewahrt werden, wird in der Nähe dieser Türen ein Empfänger-Gerät deponiert, dass die Signale des Autoschlüssels auffängt und an einen Empfänger in der Nähe des abgestellten Fahrzeugs weiterleitet. Dort kann das Fahrzeug dann geöffnet und gestartet werden. Das größte Problem bei dieser Art Autodiebstahl ist, dass der Diebstahl selbst ja nicht nachgewiesen werden kann. Es gibt keinerlei Spuren des fremden Zugriffs, da das Fahrzeug ja original mit den eigenen Funkdaten geöffnet wurde. Läßt sich der Diebstahl nicht nachweisen, muss die Versicherung auch nicht zahlen. Auch wenn sie in Zeiten des allgegenwärtigen Elektronik etwas veraltet wirken, sind mechanische Sicherungen wie die Lenkradkralle doch immer noch sehr effektiv. Und lassen Sie bitte niemals begehrliches Diebesgut offen im Fahrzeug liegen!

Die Angst vor Demenz

Nach Krebs ist Demenz die am häufigsten gefürchtete Krankheit bei den Bundesdeutschen. Damit sieht sich jeder zweite Erwachsene in der Gefahr. Das Bundesministerium für Gesundheit hat diese Besorgnis zum Anlass genommen, auf ihrem Web-Portal umfangreich darüber zu informieren. Gegenwärtig leben nach Angaben des BMG ca. 1,6 Millionen Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Schätzungen gehen davon aus, dass sich die Zahl bis zum Jahr 2050 verdoppeln wird, auch wenn die Gesamtbevölkerung abnimmt. Auch wenn viele Menschen Angst vor Demenz verspüren, ist über das Krankheitsbild und das medizinische Phänomen nicht wirklich viel bekannt. Wer weiß schon, dass das Wort Demenz als Oberbegriff für 50 verschiedene Krankheitsbilder steht, darunter auch Alzheimer, was bei Demenz Erkrankten mit einer Häufigkeit von 75% auftritt. Tatsächlich ist das Krankheitsbild Demenz vielfältiger als die meisten glauben. Neben der zunehmenden Vergesslichkeit treten im fortgeschrittenen Verlauf auch häufig Sprachschwierigkeiten eine Störung des Orientierungssinn und der Verlust des Zeitgefühls auf. Oft zu beobachten sind auch Antriebslosigkeit, plötzliche Stimmungsschwankungen zwischen Depression und Aggression und Unsicherheit beim Gehen. Die Diagnose Demenz ist nicht nur für den Betroffenen, sondern auch für die Angehörigen ein schwerer Schlag. Pflege ist eine große körperliche, psychische und auch finanzielle Herausforderung. Je nach Entwicklung der Krankheit sind Erkrankte schon bei alltäglichen Tätigkeiten wie Essen, Trinken und Körperpflege auf Hilfe anderer angewiesen. Da die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung meist die anfallenden Kosten nicht deckt, empfiehlt  das BMG den rechtzeitigen Abschluss einer ergänzenden, privaten Pflegeversicherung. Wer sich als Betroffener oder Angehöriger umfassend informieren will über alle Aspekte des Krankheitsbildes wie der Pflege, kann dies auf dem eigens dafür eingerichteten Web-Portal www.wegweiser-demenz.de tun.Auch auf die Rechte und Pflichten von Betroffenen und Angehörigen wird dort eingegangen.

Rentenbezugsdauer deutlich gestiegen

Zahlen der Deutschen Rentenversicherung belegen, dass die durchschnittliche Länge des Rentenbezugs einer Altersrente ständig steigt. Im Jahr 2005 betrug die durchschnittliche Rentenbezugsdauer rund 17 Jahre. Mit dem Jahr 2015 haben wir den Wert 19,3 erreicht. Das ist eine Steigerung der Lebenserwartung von fast zweieinhalb Jahren innerhalb eines Zeitraums von 10 Jahren. Ein unglaublicher Wert. Hinter der Berechnung des “Durchschnitts” verbergen sich zwei markante und erwähnenswerte Besonderheiten. Männer leben im Durchschnitt weniger lange als Frauen, und zwar um 2,3 Jahre. Zweites Phänomen: Frauen in den neuen Bundesländern haben die höchste Lebenserwartung und heben den Gesamtdurchschnitt der Lebenserwartung aller Bürger der neuen Bundesländer entsprechend an und über den der alten Bundesländer. Es ist nicht zu erwarten, dass die Gesamttendenz eine andere Richtung annimmt. Wenn man zum immer längeren Rentenbezug auch noch die extreme Zunahme der Anzahl alter Menschen und damit der Rentenempfänger hinzurechnet, bedarf es keiner besonderen rechnerischen Fähigkeiten, um zu erkennen, dass die Höhe zukünftiger Rentenleistungen des Staates nicht zu-, sondern abnehmen wird. Für jeden Bürger ist es daher unerlässlich rechtzeitig für eine zusätzliche Altersrente zu sorgen. Auch wenn im Einzelfall scheinbar keine Mittel mehr vorhanden sind, privat vorzusorgen, gibt es Handlungsbedarf! Eine Fülle staatlich geförderter Produkte bietet die Möglichkeit zum Einstieg in die Vorsorge, auch mit kleinem Geld. Nur der Anfang muss gemacht werden!

Wenn Kunde und Versicherung verschiedener Meinung sind…Ombudsmann!

Es kommt vor, das Kunden einer Versicherung und die Versicherung selbst bei Fragen zu Vertrags- oder Schadensangelegenheiten verschiedener Meinung sind. Was kann der Kunde in einem solchen Fall tun? Jedem Kunden steht grundsätzlich eine gerichtliche Klage als Möglichkeit offen. Damit entsteht ein nicht zu unterschätzendes Prozesskosten-Risiko und es schränkt den Weg der Klärung der Differenzen ein. Ein einmal begonnenes gerichtliches Verfahren lässt sich dann nicht mehr außergerichtlich zu Ende bringen. Als Alternative zu einer sofortigen gerichtlichen Auseinandersetzung gibt es die Möglichkeit, sich an den brancheninternen und neutralen Streitschlichter, den Ombudsmann zu wenden. Ein Versicherungsvertrag ist ein kompliziertes, rechtliches Gebilde, dass vertraglichen Vereinbarungen und staatlichen Gesetzen als Vorlage folgt. Da kann die persönliche Rechtsauffassung eines Kunden von der rechtlichen Faktenseite schon mal abweichen. Wer dann der Versicherung keine Möglichkeit einräumt, die vielleicht auch berechtigte Schieflage zu korrigieren und sofort juristisch gegen die Versicherung vorgeht, hebelt die Möglichkeit aus, dass ein Versicherungs-Ombudsmann die Interessen des Kunden kostenlos vertritt. Er tritt als Streitschlichter zwischen Kunde und Versicherung auf. Kann auf diesem Weg keine für den Kunden zufriedenstellende Lösung herbeigeführt werden, bleibt immer noch der Weg des gerichtlichen Verfahrens. Dadurch ist der Ombudsmann aber “aus dem Spiel”. Man unterscheidet bei Ombudsmännern zwei fachlich getrennte Gruppen. Die einen beschäftigen sich ausschließlich mit Streitigkeiten im Rahmen privater Kranken- und Pflegeversicherungen, die anderen sind für alle anderen Arten von Verträgen zuständig. Kommt es zu einem Verfahren durch einen Ombudsmann und liegt die finanzielle Höhe der Forderung des Kunden unter 10.000€, sind Entscheidungen des Ombudsmanns gegen den Versicherer bindend. Erst bei Überschreiten dieser Forderungsgrenze kann die Versicherung die Entscheidung des Ombudsmannes ihrerseits vor Gericht bringen. Damit ist der Kunde aber aus der Kostenfalle des möglichen Prozess raus.

Fast alle Versicherungsgesellschaften haben sich diesem Streitschlichtungsverfahren angeschlossen. Wer Hilfe in einem solchen Streitfall braucht, kann in einer entsprechende Liste seinen Ombudsmann finden unter www. versicherungsombudsmann.de oder unter www.pkv-ombudsmann.de.

 

Immer mehr Krankenhausaufenthalte

Nach Aussage des Deutschen Statistischen Bundesamtes wird jeder vierte Bundesbürger einmal jährlich in einem Krankenhaus stationär behandelt. Das ist das Ergebnis eines stetigen Anstiegs. Zeitgleich gibt es aber immer weniger Krankenhäuser und damit auch Krankenbetten. Das ist einerseits Zeichen eines Abbaus von Kosten treibenden Überkapazitäten, andererseits Ausdruck einer veränderten Versorgungsform, die kürzere Aufenthaltszeiten bei reduziertem Personaleinsatz vorsieht. Ob das eine Verbesserung für den Patienten darstellt, kann kritisch hinterfragt werden. Tatsache ist, dass die Anzahlt von jährlichen Klinikaufenthalten auf einem historischen Höchststand angekommen ist. Im Jahr 2015 waren das 19,2 Millionen Aufenthalte, zehn Jahre zuvor waren es noch 16,5 Millionen. Wer vor dem Hintergrund dieser Entwicklung Wert auf eine möglichst komfortable Unterbringung und individuelle Betreuung legt, findet dafür in vielen Kliniken entsprechende Angebote für Wahlleistungen gegen Zuzahlung. Dazu gehört z.B. die Unterbringung in einem Einzelzimmer sowie die Behandlung durch den Chefarzt. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt diese Leistungen jedoch nicht. Wer dennoch eine entsprechende Leistung wünscht, kann diese durch eine Krankenzusatzversicherung bei einem privaten Anbieter absichern, ohne ein hohes Kostenrisiko einzugehen. Voraussetzung für einen solchen Vertrag ist aber, dass noch keine medizinische Maßnahme in einer Klinik angeraten ist und der allgemeine Gesundheitszustand eine Versicherbarkeit zulässt. Verständlich!

Wie man Kleinkinder vor Unfällen schützt

In Deutschland werden jährlich rund 80.000 Kinder unter fünf Jahren bei Unfällen so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. 85 davon sterben im Durchschnitt an ihren Verletzungen! Aber das Unfallrisiko für Kleinkinder lässt sich minimieren. Der Weg Unfälle zu vermeiden, ist die richtige Prävention. Sorgen Sie dafür, dass im Umfeld des Kindes die Gefahren erkannt und minimiert werden! Regale und Schränke müssen so gesichert aufgestellt sein, dass sie nicht umkippen, auch wenn sich der Sprössling daran hochzieht. Richten Sie Schutzgitter an Treppen und Etagenbetten ein! Fenster sollten sollten mit Sicherheitsriegeln versehen sein! Achten Sie darauf, dass keine kleinen Gegenstände herumliegen, die verschluckt werden könnten wie z.B. Knöpfe, Ringe und Münzen! Dasselbe gilt für Medikamente, Putzmittel und Zigaretten. Schnüre und Stricke können gefährliche Strangulationsfallen darstellen. Steckdosen sollten mit Kindersicherungen versehen werden! Vorsicht gilt auch in der Nähe von Teichen, Badewannen und Planschbecken. Der Kopf eines Kindes ist im Verhältnis zum Körpergewicht wesentlich schwerer als bei einem Erwachsenen. Ein Kleinkind, das nach vorne kippt, kann schon in wenige Zentimeter hohem Wasser ertrinken. Ein besonderes Gesundheitsrisiko stellen Verbrennungen und Verbrühungen dar. Schon kleine Mengen einer heißen Flüssigkeit können bei der Körperfläche eines kleinen Kindes lebensgefährliche Verletzungen auslösen. Man sollte deshalb auf Tischdecken verzichten, Tassen nicht an Tischkanten abstellen und mit einem kleinen Kind auf dem Schoß selbst nichts heißes trinken! Achten Sie auf Kabel von Wasserkochern und Fritteusen! Stiele von Pfannen und Töpfen sollten nicht über den Herd hinausragen! Lassen Sie kein Kind unbeaufsichtigt in der Nähe von offenen Feuer oder Flammen! Wer sich umfassend über Prävention von Kinderunfällen informieren will kann dies auf verschiedenen Internetportalen, z.B. bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) oder beim Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Bei Unfällen in Kindergärten und Schulen wie auf dem Weg dorthin und zurück ist Ihr Kind gesetzlich unfallversichert – in bescheidenem Rahmen, der meistens nur geringe Kostenhilfe angesichts des tatsächlichen Schadens darstellt. Um ausreichende Mittel für Ihr Kind nach einem Unfall zur Verfügung zu haben, sollte eine private Unfallversicherung für nur ein paar Euro pro Monat abgeschlossen werden, da die auch dem gesamten häuslichen Bereich abdeckt! Und gerade dort geschehen die meisten Unfälle.

Wann ist Zeit für den saisonalen Reifenwechsel?

Wann von Sommer- auf Winterreifen gewechselt werden muss, sagt der Gesetzgeber nicht mit einem konkreten Datum, was durch die meteorologisch Schwankenden Übergangszeiten ja auch verständlich ist. Wer aber zu spät wechselt und mit einer Bereifung unterwegs ist, die den Witterungsverhältnissen nicht entspricht, riskiert nicht nur Bußgelder, sondern gefährdet sich, andere und eventuell sogar Teile seines Versicherungsschutzes. Auf vereisten und verschneiten Straßen verlängert sich der Bremsweg mit Sommerreifen und das Doppelte! Auch auf nassen Straßen sind Winterreifen den Sommerreifen gegenüber im Vorteil. Eine Umfrage ergab, dass zudem über die Bedeutung von Winterreifen nicht ausreichend Kenntnis besteht. 18% der Befragten glaubten, es reiche völlig aus, Winterreifen nur auf der “Antriebsachse” zu fahren. 27% der Befragten hielten Winterreifen für reine “Schneereifen”, 6% gaben sogar an, bei guten Sommerreifen ganz auf Winterreifen verzichten zu können. Dabei ist das Kriterium für die Nutzung von Winterreifen eine Frage der Temperatur. Unabhängig von der Strassenbeschaffenheit beginnen Sommerreifen ab einer Temperatur von 7 Grad Celsius zu “frieren”, d.h. sie verlieren zunehmend ihre Fahreigenschaften. Das hängt mit der Gummimischung von Reifen zusammen. Winterreifen sich wesentlich “weicher” als Sommerreifen und haben bei tieferen Temperaturen einen besseren Grip. Nur Winter-, Ganzjahres- und sogenannte Allwetterreifen, die alle das Schneesymbol oder die Bezeichnung M+S tragen, sind wintertauglich und in der kalten Jahreszeit erlaubt. Sinken die Temperaturen also unter 7 Grad Celsius ist der Wechsel angesagt, sonst kann es bei Unfällen rechtlich problematisch werden, zumindest kostet eine Unterlassung ein Bußgeld von 120€! Der Verursacher eines Unfalls in Folge falscher Bereifung kann auch Teile seines Versicherungsschutzes verlieren, die Haftpflicht kann nach entsprechender Leistung an den Geschädigten beim Schädiger zu Teilen regressieren, die Vollkaskoversicherung kann wegen grober Fahrlässigkeit die Regulierung des eigenen Schadens verweigern! Also: wir sind im Augenblick in der Phase des Reifenwechsels. Warten Sie nicht zu lange!

Schnell noch bei Gelb in die Kreuzung…

Für viele Verkehrsteilnehmer ist es mittlerweile normal, noch schnell bei Gelb in eine Kreuzung einzufahren, obwohl mit einer betriebsgerechten Bremsung ein Halten möglich wäre, auch wenn dieser Halt erst kurz hinter der Haltelinie stattfindet. Ein Lkw-Fahrer hat damit eine Erfahrung gemacht, die gerichtlich bis zum Oberlandesgericht Hamm führte (Az.: 6 U 13/16). Obwohl eine Bremsung möglich gewesen wäre, führ der Lkw-Fahrer in die Kreuzung ein, um links abzubiegen, was auch sofort geschah, um noch vor dem entgegenkommenden Verkehr die Kreuzung wieder frei zu machen. Das aber gelang nicht wie gewünscht, da ein entgegenkomender Krad-Fahrer bereits gestartet war – und zwar nicht verkehrswidrig, da sein Ampelsignal von Gelb auf Grün wechselte. Dabei kam es zu einem Zusammenstoß mit schweren Unfallfolgen für den Krad-Fahrer. Der verlangte Ersatz für das zerstörte Krad und entsprechendes Schmerzensgeld für seine erlittenen Unfallfolgen. Das lehnte der Lkw-Fahrer und dessen Versicherung ab. Man berief sich auf das Recht, vor dem entgegenkommenden Verkehr die Kreuzung räumen zu dürfen. Beide gerichtlichen Instanzen sahen das anders, da der Lkw-Fahrer nicht bei Grün in die Kreuzung eingefahren war und entsprechend warten mußte, da der entgegenkommende Verkehr noch floss, sondern erst bei Gelb und noch stehendem Gegenverkehr. Dennoch wurde dem Krad-Fahrer eine Mitschuld von 30% zugemessen. Ihm wurde seitens des Gerichts vorgeworfen, in die zwar durch Lichtzeichen freigegebene Kreuzung eingefahren sei, aber ohne in angemessener Weise auf den Lkw zu achten. Das Gerichtsurteil ist mittlerweile rechtskräftig. Also: mit dem Lichtwechsel an einer Ampel von Grün zu Gelb entsteht ein Haltegebot, dem bei betriebsgerechter Bremsung zu entsprechen ist!

Von Verkehrsunfällen sind nicht alle Altersgruppen gleich betroffen

Die Unfallstatistik des Statistischen Bundesamtes zeigt in der Analyse von Verkehrsunfällen markante Ausprägungen in verschiedenen Altersgruppen. Untersucht wurden dabei tödliche Unfallereignisse im Straßenverkehr. Insgesamt starben im letzten Jahr 3.459 Personen bei Straßenverkehrsunfällen. Unterdurchschnittlich betroffen waren dabei Minderjährige. Unter 15 Jahren waren acht Personen pro einer Million Einwohner betroffen, zwischen 15- und 17 Jahren waren es 30 pro einer Million. Die größte Gefahr, im Straßenverkehr tödlich zu verunglücken, besteht statistisch gesehen in der Gruppe der 18 – 25-Jährigen, das ist die Gruppe mit den meisten Fahranfängern. Insgesamt verunglückten diesbezüglich in 2015 473 Personen tödlich. Das zweithöchste Risiko einen tödlichen Unfall zu erleiden besteht in der Gruppe der über 65-Jährigen. Insgesamt starben im letzten Jahr 1.024 Senioren. Fast 30 % aller Verkehrstoten waren damit 65 Jahre und älter. Generell ist zu bedenken, dass der plötzliche Tod eines Menschen oftmals finanzielle Lasten mit sich bringt (sehr häufig offene Kreditverträge). Keine Versicherung kann den Tod eines Menschen finanziell abgelten, aber das Risiko finanzieller Belastungen durch plötzlichen Tod kann durch eine entsprechende Risikoabsicherung getragen werden.