Frohe Weihnachten

Allen unseren Kunden, Freunden, Bekannten und denen, die es noch werden wollen, wünschen wir ein Weihnachtsfest in Besinnung, Ruhe, innerer Einkehr und mit liebevollen Begegnungen!

Andreas Bockwinkel und Team

 

Wann endet die Berufsausbildung – wann endet der Kindergeldanspruch

Der Kindergeldanspruch hängt von der Berufsausbildung ab. Doch wann endet die Berufsausbildung, wann endet der Anspruch auf Kindergeld? Mit dieser Frage hat sich das Finanzgericht Baden-Württemberg befasst (7 K 407/16). Das Gericht kam zu den Schluss, dass eine Ausbildung zu dem Zeitpunkt endet, der im Ausbildungsvertrag genannt wird. Im vorliegenden Fall kam es zu einer Abschlussprüfung im Rahmen einer Berufsausbildung, die bereits einen Monat vor dem im Ausbildungsvertrag genannten Termin lag. Die Prüfung wurde bestanden und die Familienkasse forderte im nach hinein die vermeintlich zuviel gezahlte Kindergeldleistung zurück. Dagegen klagte der Anspruchsteller und gewann. Begründung: Die Berechtigung, eine Berufsbezeichnung im Rahmen einer staatlichen Berufsausbildung zu tragen beginnt nicht mit dem Zeitpunkt der bestandenen Prüfung, sondern mit den offiziellen Ende der Ausbildung, das vertraglich festgelegt ist. Übrigens begann die Aufnahme einer Tätigkeit im erlernten Beruf genau am Tag nach dem offiziellen Ausbildungsende. Also, alles korrekt!

Ebbe in der gesetzlichen Rentenkasse

Es ist zu erwarten, dass die Reserven der Deutschen Rentenversicherung in den kommenden Jahren abschmelzen. Die Nachhaltigkeitsrücklage von 32,2 Milliarden oder 1,6 Monatsausgaben wird bis zum Jahr 2022 auf 0,26 Monatsausgaben abnehmen. Nach Expertenberechnungen wird das Rentenniveau ohne Gegenmaßnahmen bis zum Jahr 2045 auf unter 42 Prozent fallen. Noch werden wir ein bis zwei moderate Jahre erleben, danach werden die Rückstellungen aber schnell schwinden. Beitragserhöhungen werden die Folge sein, um eine Katastrophe zu verhindern. Der Hintergrund dieses Szenariums ist weniger der Einbruch auf der Einnahmenseite als die hohe Zahl der zukünftigen Rentenempfänger der geburtenstarken Jahrgänge. Das Netto-Rentenniveau wird also nur noch kurze Zeit stabil sein, bis drastische Veränderungen eintreten könnten. Das wird voraussichtlich ab dem Jahr 2021 der Fall sein mit der Konsequenz des Absinken des Netto-Rentenniveaus auf 41,7 Prozent im Jahr 2045. Die berühmte Frage, ob die Rente sicher sei, läßt sich also getrost bejahen, aber die Frage bleibt, auf welchem Niveau sich unsere Rente dann bewegt. Es ist sicher bitter, von einem nicht gerade üppigen Gehalt auch zusätzliche Rücklagen für die Rentenphase zu bilden, aber es wird uns wohl nichts anderes übrig bleiben! In jedem Falle sollten diese Rücklagen mit den Vorteilen der staatlichen Förderungen gebildet werden. Lassen sie sich beraten. Es ist höchste Zeit!

Wildunfälle auf Rekordhoch

Nicht nur die Anzahl der Wildunfälle ist in 2015 extrem gestiegen, auch die entstandenen Kosten pro Wildunfall steigen in die Höhe. Letztes Jahr wurden 263.000 Wildunfälle gemeldet, was eine Zunahme von 11% ausdrückt. Die Kosten pro Unfall belaufen sich im Durchschnitt mittlerweile auf 2.500,- – eine Steigerung von 14% zum Jahr 2014. Das zeigt die vor Kurzem veröffentlichte Wildschadenbilanz des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft. Übrigens hält diese Tendenz bereits seit 2006 kontinuierlich an. Die Gründe liegen auf der Hand. Zum einen hat sich das Verhalten der Wildtiere geändert, die heute sehr häufig in großer Anzahl auch stadtnah auftreten und wegen der guten Ernährungssituation in ihrer Anzahl zugenommen haben. Zum anderen steigen die Reparaturkosten, da zunehmend auch in Stoßstangen, die heute ja eigentlich fast völlig in die Karosserie integriert sind, hochwertige Elektronik eingebaut ist. Die integrierte Karosseriegestaltung schafft ein zusätzliches an kostspieligem Reparaturaufwand. Da eine Kaskoversicherung ja noch viele weitere Schadenrisiken abdeckt (z.B. Diebstahl, Brand, Hagel, Sturm, Überschwemmung) sollte man eben nicht nur mit der Haftpflichtversicherung zufrieden sein.

Winterzeit – Zeit der elektrischen Heizgeräte

Wir alle mögen es im Winter warm – verständlich! Und damit es so richtig kuschelig wird, kommen da manchmal auch elektrische Heizgeräte zum Einsatz, vor allem in Räumen, die nicht unbedingt durch die generelle Wärmeversorgung eines Hauses oder einer Wohnung erwärmt werden, vielleicht das Badezimmer, der Keller, der Hobbyraum oder die Garage. Mit Strom heizen ist zwar etwas teuer, aber durch die Mobilität der leichten, kleinen und handlichen Gebläseheizungen und Radiatoren einfach und praktisch. Dabei bergen diese Geräte aber große Gefahren in sich, wenn sie nicht strikt nach der Gebrauchsanleitung benutzt werden. Also: erst nach entsprechender Lektüre in Betrieb setzen! Achten Sie immer auf die vorgeschriebenen Mindestabstände, da diese Geräte eine enorme Hitzeentwicklung ermöglichen, die bis zu 400 Grad betragen können. Es ist dabei nötig, leicht entflammbare Materialien auf Abstand zu halten, nicht mit Spraydosen zu hantieren. Auch die Nutzung von Verlängerungskabeln und Tischsteckdosen ist zu vermeiden! Die Stromaufnahme dieser Geräte ist sehr hoch und es kommt bei Verwendung von zusätzlichen Zuleitungen schnell zu Erhitzungen, die Mehrfachsteckdosen immens heiß werden lassen. Gerade die Verwendung von Zusatzheizungen im Bad ist von besonderer Gefahr, da Nässe zu Kurzschlüssen führen können, die lebensbedrohlich sind. Immer wieder kommt es zum Strom-Gau, wenn ein Gerät in Betrieb in eine Wanne fällt! Grundsätzlich sollte die Nutzung von Zusatzheizungen nur unter Aufsicht geschehen, um rechtzeitig reagieren zu können, wenn z.B. ungewöhnliche Gerüche durch Überhitzung auftreten und sich Brandgefagr einstellt. Übrigens gilt dies Regel auch für Heizkissen und Heizdecken. Nutzen Sie nie ein Gerät, dass nicht das in Deutschland vorgeschriebene CE-Zertifikat trägt!