Es ist wieder soweit – der jahreszeitliche Reifenwechsel steht an

Endlich April, endlich Frühling, zumindest in Aussicht! Dann ist es jetzt auch Zeit für den Reifenwechsel von Winter auf Sommerreifen! Die Faustregel lautet: von April bis Oktober Sommerreifen, von November bis März Winterreifen. Natürlich gibt diese Regel nur eine grobe Orientierung, da zum einen auch in Deutschland regionale Klimazonen existieren, zum anderen die gesamte Wetterentwicklung eine große Rolle spielt. Aber in diesem Jahr scheint die Regel wieder genau zu passen! Einen schönen Frühling, einen schönen Sommer, fahren Sie vorsichtig und unfallfrei!

Perspektiven des Klimawandels

Das Potsdamer Institut für Klimaforschung hat gerade eine neue Studie zur Entwicklung des Klimawandels veröffentlicht. Da nach haben wir uns mit der seit Jahren erkennbaren Tendenz zur Zunahme von außerordentlichen Witterungslagen in dynamischem Tempo auseinanderzusetzen. Das Institut äußert sich vor allen über die Notwendigkeit baulicher Sicherungsmaßnahmen zur Begrenzung von Schadenszenarien wie bei extremen Hochwasserständen von Fluß- und Bachläufen und Sturmfluten an den Küsten. Die Kosten gerade für die Verdeichung der Küsten Niedersachsens und Schleswig-Holsteins werden  exorbitant werden.

Wer vor diesem Hintergrund sein eigenes Gebäude nicht mit einem Elementarbaustein in der Gebäudeversicherung gegen finanzielle Folgen schützt, handelt geradezu fahrlässig.

Wieder Sturm über Deutschland

Sturm “Herwart” hat am Wochenende Deutschland in weiten Teilen heftig durchgeschüttelt. Hatten wir das nicht schon vor drei Wochen? Entwurzelte und gebrochene Bäume, von herabfallenden Ästen demolierte Autos, kaum Zugverkehr wegen versperrter Streckenführung? Diesmal kam an der Nordseeküste Sturmflut und Überschwemmung dazu. Die Folge: vollgelaufene Tiefgaragen in der Hamburger Hafencity und Auto-Rettungs-Aktionen am Blankeneser Strandweg. Die Schadenbilanz ist heftig! Auf Nordseeinseln riss das Meer ganze Strandabschnitte weg, meterhohe Abbruchkanten entstanden. Täuscht die Wahrnehmung, dass das immer häufiger und heftiger passiert, oder gab es das früher nicht auch immer wieder mal? Die Wahrnehmung täuscht nicht wirklich. Zwar sind alle bisherigen Ereignisse in ihrem Umfang im Rahmen dessen, was immer schon mal passierte, aber die Häufung, mit der sich diese Ereignisse einstellen, ist deutlich höher als in früheren Zeiten. Es lässt sich also im einzelnen kein Ereignis an sich auf die sich verändernden Klimabedingungen zurückführen, aber klar ist, es tut sich was!

Die Naturwissenschaft arbeitet mit klaren, konsekutiven Argumentationsketten. Keine Wirkung ohne Ursache, wenn….dann! Dennoch tun sich die Meteorologen mit der Erklärung einzelner Wetterereignisse schwer. Also ist das alles doch nicht die Folge des Klimawandels? Doch schon, nur der genaue Wirkmechanismus ist wissenschaftlich schwer zu beschreiben, da unendliche viele Details im Zusammenwirkung das Gesamtphänomen ausmachen und dann sieht die logische Folge von “wenn – dann” eben entsprechend komplex aus. Und da die Wirkungen offensichtlich sind und uns viel Not bereiten, können wir uns bezüglich der Ursachen eben nicht beruhigt zurücklehnen. Alles scheint zwar “natürlich”, aber nicht in der Schnelligkeit, mit der sich alles entwickelt. Da wäre es geradezu fahrlässig und töricht, nicht den menschlichen Einfluss auf die Natur zu betrachten. Wer den Klimawandel leugnet, glaubt vielleicht auch, die Erde sei eine Scheibe!

Auf Gehwegen parken – das kommt teuer!

Das Verwaltungsgericht Neustadt hat kürzlich ein interessantes Urteil gefällt (Az.: 5 K 902/16.NW). In der Innenstadt von Ludwigshafen parkte ein PKW verkehrswidrig auf einem Gehweg. Eine vorbeikommende Polizistin rief einen Abschleppdienst, um das Fahrzeug entfernen zu lassen. Kurz nach Eintreffen des Abschleppfahrzeugs traf auch der Fahrer und Halter des parkenden PKW ein. Die Abschlepp-Aktion wurde abgebrochen, der Fahrer fuhr davon. Einige Tage später bekam der Fahrer des PKW von der Verwaltung der Stadt die weitergereichte Rechnung für die Leerfahrt des Abschleppunternehmens und dazu eine entsprechende Verwaltungsgebühr wegen Verstoß gegen die StVO, Paragraph 12, Absatz 4 und 4a. Der Fahrer aber weigerte sich zu zahlen. Seiner Ansicht nach habe er niemanden behindert und daher habe es auch keinen Grund für ein Abschleppen gegeben.

Störung der öffentlichen Sicherheit

Das Neustadter Verwaltungsgericht sah das ganz anders. Zwar sei es korrekt, das das Parken auf einem Gehweg nicht notwendigerweise ein Abschleppen nach sich zöge, aber es sei erstens generell eine Ordnungswidrigkeit im Sinne der StVO und zweitens im vorliegenden Fall höchst geboten gewesen, da die Klärung der Sachlage vor Ort ergeben habe, dass das Fahrzeug des Parkers auf dem Gehweg Rollstuhlfahrer und Nutzern von Kinderwagen zum Ausweichen über die Fahrbahn gezwungen hätte, was eine unmittelbare Störung der öffentlichen Sicherheit verursacht habe. Die Weitergabe der Abschleppkosten und die Gebühr für die Ordnungswidrigkeit seinen rechtlich voll statthaft. – Eigentlich doch verständlich, oder?

Wenn zwei Fahrzeuge rückwärts fahren…

Crash!!! Können Sie nicht aufpassen!!!??? Wieso ich? Sie! – Wenn zwei Fahrzeuge rückwärts fahren, z.B. auf einem Parkplatz beim Ausparken, kann man schnell die Übersicht verlieren. Geschieht im Alltag immer wieder. Und genauso regelmäßig landen solche Fälle dann vor Gericht, da die Verkehrslage bei einer solchen Aktion nur schwer zu überschauen ist. Meistens enden solche gerichtlichen Bemühungen mit der Verteilung der Schuld zu gleichen Teilen, aber warum. Das Problem in der Konstellation liegt darin, dass im nach hinein meist nicht feststellbar ist, ob eines der beteiligten Fahrzeuge vor dem Crash stand – und vor allem wie lange diese Ruhephase beim ausparken dauerte. Um einem beteiligten Verkehrsteilnehmer eine angemessene Reaktionszeit zu geben, um auf ein “stehendes” Hinderniss in der Rückwärtsfahrt zu reagieren, bedarf es mindestens zwei bis drei Sekunden. Trifft dies nicht zu, kann nicht von einer eindeutigen Schuldzuweisung an eine beteiligte Seite ausgegangen werden. Also: rückwärts nur langsam und bedächtig!

Bahnübergänge – Orte des Leichtsinns

Eigentlich ist es nicht zu glauben, wie viele Autofahrer an Bahnübergängen ohne Vollschranke waghalsige Manöver ausführen. Obwohl die Lichtzeichen blinken und die Halbschranken die Durchfahrt verhindern sollen, gibt es die “ganz besonderen” Autofahrer, die die Halbschranken umkurven, um noch schnell den Bahnübergang zu passieren. Nicht selten kommt es dabei zu extrem gefährlichen Situationen, denn bei der Begegnung zwischen PKW und Eisenbahn geht das in der Regel nicht gut für den PKW aus. Sie glauben nicht, was Sie hier lesen? Nein, diese Meldung ist kein Aprilscherz! Jährlich verlieren ca. 50 Personen an Bahnübergängen mit Halbschranken ihr Leben. Eine Aktuelle Analyse, die im Zeitraum von 2005 bis 2011 dokumentierte Vorfälle untersuchte, kommt zu dem Ergebnis, dass in 84% aller Vorfälle nicht die Technik, sondern der Mensch versagt. Die einzige Möglichkeit, dies zu verhindern, wäre die komplette Ausstattung aller Bahnübergänge mit Vollschranken, was einerseits sehr teuer ist und andererseits nicht in allen Fällen technisch möglich. Man könnte ja auch davon ausgehen, dass man einen Bahnübergang mit bereits heruntergefahrener Halbschranke und Blinklicht nicht überfährt.

Welche Versicherungen braucht der Berufsanfänger?

Ist das Studium oder die Berufsausbildung beendet, beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Damit sind viele Veränderungen verbunden, einige betreffen den Versicherungsstatus des jungen Berufstätigen. Wer seine erste Berufsausbildung abgeschlossen hat, verliert in der Regel die Mitversicherung in der Haftpflichtversicherung der Eltern. Daher sollte ein günstiger eigenständiger Vertrag abgeschlossen werden, denn ohne diese Übergabe der Haftung an eine Versicherung kann der Lebensweg im Schadensfall schnell in den finanziellen Ruin führen. Was für das Fahren eines Autos Voraussetzung ist, sollte für das private Leben Bedingung sein: die finanzielle Rückdeckung bei Schäden, die man einem Dritten zufügt. Übrigens sind die Prämien für eine solche Versicherung mittlerweile sehr gering und man sollte nur absichern, was man im Schadenfall aus eigener Kraft nicht bewältigen kann.

Wer bereits selbständig in eigener Wohnung lebt, sollte mal über eine Hausratversicherung nachdenken. Eine solche Versicherung kann, muss aber nicht sein, wenn man sich zutraut, die Möglichen Schäden selbst tragen zu können. Im Verlaufe der Jahre aber wird das Volumen eines Haushalts immer größer und dann wird aus der “Möglichkeit” irgendwann ein “Muss”!

Von herausragender Bedeutung für junge Berufstätige ist die Absicherung der eigenen Arbeitsfähigkeit. Wer durch Unfall oder Krankheit dauerhaft keine Tätigkeit ausführen kann oder ändern muss, steht mit der staatlichen Absicherung für diesen Fall vor einem kaum lösbaren, finanziellen Problem, denn die Erwerbsminderungsrente leistet in einem solchen Fall nur minimale finanzielle Hilfe. Aus diesem Grunde gehört der Rat, eine solche “Berufsunfähigkeitsversicherung” abzuschließen zu den wichtigsten Empfehlungen der Verbraucherschützer beim Thema “Versicherung für junge Leute”. Je früher im Lebensalter eine solche Absicherung abgeschlossen wird, um so günstiger sind im Gesamtverlauf die Beitragshöhen.

Wer diesen Schritt aus finanziellen Gründen noch nicht gehen kann oder will, beginnt alternativ am besten mit einer Unfallversicherung, die für den Fall einer messbaren Invalidität sowohl Einmalzahlungen wie auch Rentenzahlungen vorsieht. Auch da sind sinnvolle Versicherungsumfänge schon für moderate Beiträge zu erhalten.

Wer klug ist und langfristig denkt, kann bereits zu Beginn der Berufstätigkeit moderat mit der Vorsorge für die Rente beginnen. In diesem Zusammenhang sind vor allen staatlich geförderte Produkte interessant, die bei kleinen Beitragshöhen beträchtliche Förderung auslösen. Langfristige Verträge mit hohen Sparsummen sollten aber zunächst zurückgestellt werden, da man für derartige Festlegungen doch schon ein klareres Bild der eigenen Lebensplanung braucht.

Beginnt der neue Lebensabschnitt “Berufstätigkeit”, sollte am besten ein gründliches Informationsgespräch mit einem Versicherungsfachmann geführt werden. Suchen Sie sich einen seriösen Partner, der kompetent Einkommen, Kosten und Möglichkeiten gegenüberstellt und verfahren Sie nicht nach dem Prinzip: ich kenne einen, der kennt einen, der…

Im Jahr 2016 gab es in der Bundesrepublik rund 300.000 Blitzeinschläge mit einer Schadenhöhe von 210 Millionen

Der Blitz-Informationsdienst (BLIDS) der Siemens AG hat für das Jahr 2016 eine interessante Analyse veröffentlicht. Danach ist im Jahr 2016 mit 300.000 Blitzeinschlägen die Anzahl solcher Ereignisse gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen, der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) meldet dagegen jedoch eine Erhöhung der Schadensaufwendungen für diese etwas geringeren Schadenereignisse. Wie ist das möglich? Eine Analyse der Schadenfälle zeigt, dass die Schadenhöhe pro Fall deutlich gestiegen ist. Der Grund dafür ist die zunehmende Beschädigung von elektronisch gesteuerter Haustechnik. Das sind automatische Rolltore, Rollläden, Heizungsanlagen oder Lichtanlagen. Die Aufrüstung mit Haustechnik schafft eben neue Risiken. In der Regel entsteht ein solcher Schaden nicht durch direkten Blitzeinschlag, sondern durch die Überspannung, die durch einen Blitzschlag in der Umgebung des Risikoortes ausgelöst wird. Übrigens kann Überspannung auch durch andere Ereignisse ausgelöst werden, als durch Blitzeinschlag. Diese Schäden sind nicht in jedem Fall in der Hausrat- und Gebäudeversicherung mitversichert. Das kommt auf die Police an. Schauen Sie mal in die Bedingungen!

Kfz-Unfall und Kostenfrage

Wer einen Kfz-Unfall verschuldet, hat in der Regel auch für die Kosten des Geschädigten aufzukommen. Eigentlich ist das nicht ganz richtig, da die Kosten des Unfallgegners ja von der eigenen Kfz-Haftpflicht-Versicherung getragen werden. Ohne Vollkasko-Versicherung bleibt man dann auch noch auf dem Schaden am eigenen Fahrzeug sitzen. Häufig ist die Ausgangssituation für den Unfall jedoch komplex und nicht eindeutig, so dass die Schuldfrage nicht ausschließlich durch einen der Beteiligten beantwortet wird, sondern entsprechend des Unfallhergangs und des individuellen Verhaltens in einer prozentualen Anteiligkeit auf beide Betroffene verteilt wird.

Wann immer eine Kfz-Versicherung in Anspruch genommen wird, bei alleiniger Schuld oder Teilschuld und natürlich auch im Falle einer Vollkaskoversicherung, erfolgt zum Beginn des nächsten Versicherungsjahres eine Rückstufung in eine niedrigere SF-Klasse, was in der Regel zu höheren Versicherungsbeiträgen führt. Das kann mächtig ins Geld gehen, da es ja wieder einige Jahre dauert, bis durch unfallfreies Fahren die ursprüngliche SF-Klasse erreicht wird. Da lohnt sich eine vergleichende Rechnung zwischen des Kosten des Unfalls und den Mehrkosten für erhöhte Beiträge. Grundsätzlich ist ein solcher Kostenvergleich bei allen Schäden zwischen 500,- und 1.000,- € sinnvoll. Es ist nämlich häufig sinnvoller, der Versicherungsgesellschaft den “bezahlten” Unfall zurückzukaufen, statt sich “stufen” zu lassen. Manchmal weisen Versicherer selbst auf diesen Vorteil hin, manchmal klärt das aber nur ein Anruf bei der entsprechenden Gesellschaft. Für diesen Rückkauf bietet die Versicherung in der Regel einen Zeitraum von 6 Monaten nach erfolgter Schadenregulierung.

Zahl der verunfallten Fußgänger steigt!

Im Jahr 2016 erhöhte sich die Zahl der im Straßenverkehrs verunfallten Fußgänger auf fast 32.000! Das ist im zweiten Jahr in Folge eine Steigerung; gesunken ist dagegen die Zahl der bei diesen Unfällen getöteten Fußgänger. Das stimmt dennoch nicht hoffnungsvoll, denn die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Fußgänger lag immer noch bei 490.

Und dabei sind es immer wieder die selben Muster, nach denen die Unfälle passieren: das plötzliche Auftauchen zwischen zwei parkenden Fahrzeugen, das Überqueren von Fahrbahnen an nicht dafür vorgesehenen Stellen unter bewusster Missachtung von Ampeln und Zebrastreifen.

Auch die Sichtverhältnisse spielen immer wieder eine entscheidende Rolle. Nach Einbruch der Dunkelheit kann dunkle Kleidung zum Verhängnis werden. Kommt dann noch Regen oder Nebel dazu, ist der Unfall vorprogrammiert. In der Dunkelheut sollten immer nur helle und kontrastreiche Kleidung mit reflektierenden Elementen getragen werden.

Gesehen werden ist das eine, sehen das andere. Wer als Fußgänger ständig mit gesenktem Kopf mit dem Blick auf das Smartphone durch die Gegend geht, braucht sich nicht wunder, wenn er mit dem Kopf gegen eine Laterne stößt oder gar schlimmeres passiert. Fahrlässig ist ebenfalls die akustische Abschottung zur Umwelt durch Kopfhörer. Daraus entstehen in der Regel bei Unfällen, die aus solchem Fehlverhalten resultieren, auch rechtliche Konsequenzen. Wer sich durch den Verkehr bewegt, muss mit dem Verkehr in Kontakt stehen!