Sommer – Saison der Fahrraddiebe

Im Jahr 2014 wurden nach Angaben der Polizei fast 340.000 Fahrräder als gestohlen gemeldet. Das ist eine Zunahme gegenüber 2013 von sieben Prozent, Tendenz steigend! Wie sollte man sein Fahrrad sichern, um nicht Opfer zu werden? Die Polizei rät, technisch hochwertige Fahrradschlösser zu verwenden nach dem Prinzip: der Preis des Schlosses sollte 10% des Fahrradwertes betragen. Auch die Form der Nutzung des Schlosses ist wesentlich: nach Möglichkeit sollte der Rahmen des Rades mit dem Schloss an einer Verankerung befestigt sein, die ihrerseits in den Boden oder in eine Wand eingelassen ist (z.B. Fahrradständer im Boden eingelassen). Zusätzlich sollten die Räder durch eine Schlossverbindung zum Rahmen abgesichert sein, damit ein Dieb nicht einfach das einzelne Rad ausspannt und mit dem eigentlichen Rad verschwindet. Um im Falle eines Diebstahls die Möglichkeit der Aufklärung zu erhöhen, sollte das Rad codiert sein. Dies bieten Fahrradhändler, der ADFC (Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club), vereinzelte Versicherer und auch Polizeidienststellen an. Bisher liegt die Aufklärungsrate nämlich nur bei rund 10%. Grundsätzlich ist ein Fahrrad, abgestellt in einem verschlossenen Keller bzw. in der Wohnung, Teil des Hausrats und somit als solcher versichert, wenn es nicht gerade außer Haus benutzt wird. Wer sein Rad auch außer Haus – also in Nutzung – gegen Diebstahl absichern will, kann dies durch einen Zusatzbaustein innerhalb seiner Hausratversicherung. Für diesen Fall ist es von größter Bedeutung, dass im Schadenfall eine Kaufquittung vorliegt, sonst nur ein pauschaler Betrag und nicht der volle Kaufpreis ersetzt wird.