Vertrauen in das Gesundheitssystem schwindet

Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Heute und Morgen GmbH hat ermittelt, dass das Vertrauen der Bundesbürger in die Zukunft unseres Gesundheitssystems schwindet. Im Fokus steht dabei vor allem die Entwicklung der Pflegeversicherung. Sieben von zehn Bürgern haben Angst, selbst einmal pflegebedürftig zu werden und dann nicht ausreichend abgesichert zu sein. Zwei drittel der Befragten gaben zudem an, Angst vor der Pflegebedürftig naher Angehöriger zu haben. Nur 15% aller Befragten glaubten, für diese Fälle finanziell gut abgesichert zu sein.

Private Vorsorge unabdingbar                                                                                                                                                                                                                                                                      Interessant ist, dass zwar 78% der Befragten eine private zusätzliche Absicherung für den Pflegefall für notwendig erachten, aber nur sehr wenige eine solche Vorsorge betreiben. Sicherlich ist dafür auch verantwortlich, dass ein solches Engagement die Beschäftigung mit einer persönlich sehr unangenehmen Lebenssituation bedeutet, vor der man geneigt ist, vielleicht doch mit der Hoffnung, nicht betroffen zu sein, die Augen verschließt. Dabei bietet die private Versicherungswirtschaft sinnvolle Lösungsmodelle an, für die auch das Bundesministerium für Gesundheit stark wirbt. Um sich dem Thema zu nähern, bietet das BMG auf seinen Internetseiten eine Fülle von Informationen zur sozialen Pflegeversicherung. Lesen Sie dort nach, welchen Umfang der Absicherung der Staat bietet und suchen Sie dann den Rat Ihres Versicherungsfachmanns. Die Zeit vergeht schnell!

 

Änderungen in der Pflegeversicherung 2017

Mit Beginn des Jahres 2017 gibt es nachhaltige Änderungen in der Pflegeversicherung. Bisher wurde der Umfang des Pflegebedarfs einer Person entsprechend des reinen Zeitaufwand in drei Pflegestufen eingeteilt. Dabei spielte der geistige Zustand einer Person bei sonstiger körperlicher Unversehrtheit keine Rolle, sehr zum Nachteil an Demenz erkrankter Menschen. Mit der Neudefinition des Pflegebegriffs in fünf Grade wird nun nicht mehr auf den Zeitaspekt des Pflegeumfangs geschaut, sondern ausschließlich auf die Frage, in welchem Maße eine Person noch in der Lage ist, Verrichtungen des Alltags selbstgesteuert auszuführen. Das bedeutet für Menschen mit Demenz eine ganz neue Einstufung, nämlich generell zwei Stufen höher als ohne diese schreckliche Erkrankung. Menschen, die bereits einer Pflegestufe zugeordnet sind, werden nach der neuen Regelung nicht neu untersucht, sondern generell in den nächst höheren Pflegegrad eingestuft. Niemand soll durch die Neuregelung also schlechter gestellt sein. Für Menschen in stationärer Pflege wird es in Zukunft einen festen finanziellen Eigenanteil an den Kosten geben im Gegensatz zum alten Modell, wo dieser Anteil durch den Umfang des Gesamtpflegeaufwands berechnet wurde. Wie wird nun der finanzielle Mehraufwand, der sich aus der Neuregelung ergibt, aufgebracht? Es erhöht sich der Beitragssatz, der vom gesetzlichen zu versteuernden Bruttoeinkommen gezahlt werden muss, um 0,2% – auf 2,55% und 2,8% für Kinderlose. Dennoch bleibt immer noch für jeden ein Restanteil an den Kosten, der privat aufgebracht werden muss. Diese Lücke schließt sich durch den Abschluß einer privaten Pflegeversicherung. Dazu berät Sie Ihr Versicherungsfachmann gern!

Deutsche schätzen Risiken völlig falsch ein!

Täglich werden wir durch die Medien mit schrecklichen Realitäten konfrontiert. Terrorakte gefährden Unschuldige an Leib und Leben, katastrophale Verkehrsunfälle verbreiten unerhörte Ängste, Flugzeugabstürze verunsichern Reisende – aber schätzen wir unsere Risiken auch wirklich zutreffend ein? Eine Studie, die im Auftrag des Goslar-Instituts erstellt wurde, klärt darüber auf. Durchgeführt wurde die Studie vom Institut für Versicherungswesen (IVW) an der technischen Hochschule Köln und dem Lehrstuhl für Versicherungswirtschaft und Risikomanagement an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Das Ergebnis ist verblüffend! Risiken, die mit geringer Wahrscheinlichkeit eintreten, werden haushoch überschätz, Risiken, deren Wahrscheinlichkeit ganz hoch rangieren, werden häufig nahezu ausgeblendet. Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Terroranschlags zu werden, wird statistisch bis zu 30-fach zu hoch eingestuft. Die Tatsache, das fast jeder zweite Deutsche im Laufe seines Lebens an einer Form des Krebs erkrankt, wird in der Einzelbetrachtung fast immer für höchst unwahrscheinlich gehalten. Ein interessantes psychologisches Phänomen: je wahrscheinlicher ein Risiko eintritt, desto geringer wird es als bedrohlich erkannt. Das klingt wie das Verdrängen der Realität. Eine Steigerung erfährt dieses Denken noch zusätzlich durch Falschinformation oder ungenaue Information. Fast alle Deutsche unterschätzen in der Studie ihre tatsächliche Lebenserwartung. Da das Risiko ein Pflegefall zu werden aber erst für über 80-jährige dramatisch zunimmt, hält sich kaum jemand für einen potentiellen Pflegefall – und diese Annahme liegt gänzlich neben der Wirklichkeit, denn Menschen werden heute immer älter. Wer Risiken so falsch einschätzt wie wir Deutschen, macht sich einerseits unbegründete Sorgen über Dinge, die kaum eintreten, und kaum Sorgen um Dinge, die ganz sicher eintreten. Dann aber ohne Pflegeversicherung, Zusatzrente und Unfallschutz dazustehen, ist tragisch. Denken Sie noch einmal neu über Ihre Risiken nach. Ein Gespräch mit dem Fachmann kann da klärend helfen.

Die Angst vor Demenz

Nach Krebs ist Demenz die am häufigsten gefürchtete Krankheit bei den Bundesdeutschen. Damit sieht sich jeder zweite Erwachsene in der Gefahr. Das Bundesministerium für Gesundheit hat diese Besorgnis zum Anlass genommen, auf ihrem Web-Portal umfangreich darüber zu informieren. Gegenwärtig leben nach Angaben des BMG ca. 1,6 Millionen Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Schätzungen gehen davon aus, dass sich die Zahl bis zum Jahr 2050 verdoppeln wird, auch wenn die Gesamtbevölkerung abnimmt. Auch wenn viele Menschen Angst vor Demenz verspüren, ist über das Krankheitsbild und das medizinische Phänomen nicht wirklich viel bekannt. Wer weiß schon, dass das Wort Demenz als Oberbegriff für 50 verschiedene Krankheitsbilder steht, darunter auch Alzheimer, was bei Demenz Erkrankten mit einer Häufigkeit von 75% auftritt. Tatsächlich ist das Krankheitsbild Demenz vielfältiger als die meisten glauben. Neben der zunehmenden Vergesslichkeit treten im fortgeschrittenen Verlauf auch häufig Sprachschwierigkeiten eine Störung des Orientierungssinn und der Verlust des Zeitgefühls auf. Oft zu beobachten sind auch Antriebslosigkeit, plötzliche Stimmungsschwankungen zwischen Depression und Aggression und Unsicherheit beim Gehen. Die Diagnose Demenz ist nicht nur für den Betroffenen, sondern auch für die Angehörigen ein schwerer Schlag. Pflege ist eine große körperliche, psychische und auch finanzielle Herausforderung. Je nach Entwicklung der Krankheit sind Erkrankte schon bei alltäglichen Tätigkeiten wie Essen, Trinken und Körperpflege auf Hilfe anderer angewiesen. Da die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung meist die anfallenden Kosten nicht deckt, empfiehlt  das BMG den rechtzeitigen Abschluss einer ergänzenden, privaten Pflegeversicherung. Wer sich als Betroffener oder Angehöriger umfassend informieren will über alle Aspekte des Krankheitsbildes wie der Pflege, kann dies auf dem eigens dafür eingerichteten Web-Portal www.wegweiser-demenz.de tun.Auch auf die Rechte und Pflichten von Betroffenen und Angehörigen wird dort eingegangen.

Fit wie Schmitt! Wie fit sich Bürger im Alter fühlen

Wer mit 65 Jahren in Rente geht, fühlt sich in der Regel körperlich noch sehr fit. Das ist gut so, ändert sich aber zügig mit zunehmendem Alter. Während sich bei den 65 – 69 Jährigen nur 18% durch Krankheit eingeschränkt fühlen, sind es bei den 70 – 74 Jährigen bereits 21% und bei den über 75 Jährigen 28%. Eine Studie des Bundesministeriums für Gesundheit ergab, dass der Hauptgrund für einen stationären Krankenhausaufenthalt bei über 65 Jährigen bei Männern und Frauen sehr unterschiedlich ist, und zwar in der Diagnose genau entgegengesetzt. Bei den Männern waren es Herz- und Kreislauferkrankungen, gefolgt von Krebs, Krankheiten der Verdauungsorgane, Verletzungen und Folgen eines Unfalls und Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems. Bei Frauen ist die Reihenfolge es genau umgekehrt. Medizinisch interessant. Laut BMG nimmt die Zahl der Krankenhausaufenthalte bei über 65 ständig zu, was aber nichts über den generellen Gesundheitszustand aussagt, sondern der Tatsache des immer höheren Alters entspricht, das wir als Bundesbürger erreichen; auch die demographische Kurve macht da natürlich spürbar. So weit – so gut! Problematisch ist die eingeschränkte Gesundheit im Alter vor allem dann, wenn sie eine Pflegebedürftigkeit nach sich zieht. Die Kosten dafür sind oft aus der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht zu decken und obwohl wir alle zunehmend steigende Alterserwartungen haben, scheint das Thema der privaten Pflegeversicherung durch eine private Krankenzusatzversicherung kaum im Blick zu sein. Das ist eine bedrohliche Schere, die da auseinander geht. Je später eine solche zusätzliche Absicherung abgeschlossen wird, um so teurer ist sie natürlich. Wer frühzeitig handelt, hat dagegen mit den Beiträgen keine unlösbaren finanziellen Probleme. Auch wenn Sie noch jung sind und das “Alter” scheinbar noch lange auf sich warten lässt, lassen Sie sich dazu beraten. Ist das Alter erstmal da, ist es zu spät!

Pflege – das gesundheitspolitische Dauerthema

Wie die Bundesregierung mitteilt, sind derzeit 2,4 Millionen Menschen auf eine Pflege angewiesen. Wie die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt, wird die Zahl kontinuierlich ansteigen, die Pflegeversicherung wird eines der wichtigsten Instrumente im sozialpolitischen Bereich. Dass diese zunehmenden Kosten von den Kassen nicht alleine gestemmt werden können, zeigt sich in den Leistungen, welche abhängig von der Pflegestufe erbracht werden, und den finanziellen Belastungen, welche die Haushalte tatsächlich ausgesetzt sind. Bei dem Thema Pflege denkt man in erster Linie an die Pflege im Alter. Ein Unfall oder eine Krankheit kann jedoch auch schon in jungen Jahren dazu führen, dass Bedarf entsteht. Tritt der Pflegefall ein, sind die Angehörigen meist damit überfordert, unverzüglich die entsprechenden Schritte einzuleiten. Das Bundesministerium für Gesundheit stellt auf seiner Homepage jedoch entsprechende Informationen für den Fall bereit, dass der Pflegefall eintritt. Die meisten Pfleglinge hegen den Wunsch, zu Hause in der gewohnten Umgebung zu bleiben. Für die Angehörigen ist es jedoch häufig aufgrund von Berufstätigkeit nicht möglich, diesem Wunsch in vollem Umfang zu entsprechen. Ambulante Pflegedienste, seien sie kirchlich, öffentlich oder privat, bieten hier die notwendige Unterstützung. Bei der Auswahl eines geeigneten Partners ist die jeweilige Krankenkasse vor Ort behilflich und zeigt die Auswahlkriterien auf, die bei der Entscheidung für einen bestimmten Anbieter behilflich sind. Da die tatsächlichen Kosten häufig die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung übersteigen, sollte der Abschluss einer privaten Pflegeversicherung oberste Priorität bei den Verbrauchern haben. Da nicht nur die Wahl der versicherten Leistungen für die Prämie ausschlaggebend ist, sondern auch das Eintrittsalter, empfiehlt sich der Abschluss so früh wie möglich. Darüber hinaus kann niemand vorhersagen, wie eingangs erwähnt, ob und wann der Pflegefall eintritt. Dies ist nicht altersabhängig. Versicherungsexperten helfen bei der Auswahl des geeigneten Tarifes und prüfen auch, welche Angebote vom Staat mit monatlich fünf Euro subventioniert werden. Diese staatliche Unterstützung macht deutlich, wie brennend die Problematik der Pflege tatsächlich ist.