Rechtliche Grundlagen für Praktikanten und Arbeitgeber

Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist für viele Schüler und Studenten mit dem Absolvieren eines Praktikums verbunden. Dabei kann es sich um ein freiwilliges Praktikum handeln, das unter Umständen sogar mit einer Lohnzahlung verbunden ist oder um ein Pflichtpraktikum im Rahmen der schulischen Aktivität oder des Studiums. Wer über 18 Jahre alt ist und ein freiwilliges Praktikum absolviert, das länger als 3 Monate dauert, hat Anrecht auf eine Entlohnung in der Höhe des Mindestlohns, Anspruch auf Urlaubstage, aber auch bestimmte Pflichten, falls das Praktikumsverhältnis vor Ablauf der vereinbarten Dauer seitens des Praktikanten beendet werden soll (Kündigungsfristen). Entsprechend der Höhe des gezahlten Lohns und der Länge des Arbeitszeitraums kann der Praktikant sogar Renten- und Sozialversicherungspflichtig werden. Dauert ein Praktikum unter drei Monaten und findet im Rahmen einer Ausbildung oder eines Studiums pflichtmäßig statt zum Erlangen des angestrebten Abschlusses, entsteht kein Anspruch auf Entlohnung. In allen Fällen gelten aber die Grundsätze des Arbeits- und Jugendschutzes, des Arbeitszeitgesetzes und die betrieblichen Unfallverhütungsvorschriften. In jedem Fall muss der Praktikant der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) gemeldet werden. Entstehende Versicherungsbeiträge sind entweder vom Arbeitgeber oder der öffentlichen Hand zu tragen, keinesfalls vom Praktikanten selbst! Wer sich umfassend über Praktika informieren möchte oder vielleicht einen Praktikumsplatz sucht, findet hier ausreichend Information: downloadbare Broschüre “Rechte und Pflichten im Praktikum” des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Industrie- und Handelskammer www.ihk.praktikumsportal.de oder auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit.