Häufigste Gründe für Erwerbsminderung

Psychische Erkrankungen waren im Jahr 2015 der mit Abstand häufigste Grund für die Einstufung eines Arbeitnehmers als erwerbsgemindert. Bei fast 43% aller Personen war das der Fall. Auf Platz zwei lag Krebs, gefolgt von Skelett-, Muskel- und Bindegewebserkrankungen. Danach kamen mit 9% die Herz- und Kreislauferkrankungen. Im Vergleich von Männern und Frauen ist auffällig, dass der Prozentsatz psychisch erkrankter Frauen weitaus größer ist als der bei Männern. Die liegen dafür bei Herz- und Kreislauferkrankungen vor den Frauen.

Die Höhe der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente hängt von der Höhe des individuellen Einkommens und der Art der Erwerbsminderung ab. Wer nur noch weniger als drei Stunden am Tag erwerbstätig sein kann, erhält die volle Erwerbsminderungsrente, wer drei und mehr Stunden tätig sein kann, erhält die kleine Erwerbsminderungsrente. Lassen Sie sich aber nicht täuschen, denn die Rentenhöhen sind gering und liegen im Durchschnitt beider Rentenarten zwischen 385,- und 711,-! Wie die Zahlen verdeutlichen, reichen die staatlichen Leistungen für den Fall der Berufs- oder Erwerbsminderung nicht aus, um die gewohnte Lebensweise weiterzuführen. Die private Versicherungswirtschaft bietet jedoch Lösungen an. Selbst Verbraucherberatungen und -Schutzverbände raten zum Abschluss einer Berufs- und Erwerbsminderungsrente.

Deutsche schätzen Risiken völlig falsch ein!

Täglich werden wir durch die Medien mit schrecklichen Realitäten konfrontiert. Terrorakte gefährden Unschuldige an Leib und Leben, katastrophale Verkehrsunfälle verbreiten unerhörte Ängste, Flugzeugabstürze verunsichern Reisende – aber schätzen wir unsere Risiken auch wirklich zutreffend ein? Eine Studie, die im Auftrag des Goslar-Instituts erstellt wurde, klärt darüber auf. Durchgeführt wurde die Studie vom Institut für Versicherungswesen (IVW) an der technischen Hochschule Köln und dem Lehrstuhl für Versicherungswirtschaft und Risikomanagement an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Das Ergebnis ist verblüffend! Risiken, die mit geringer Wahrscheinlichkeit eintreten, werden haushoch überschätz, Risiken, deren Wahrscheinlichkeit ganz hoch rangieren, werden häufig nahezu ausgeblendet. Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Terroranschlags zu werden, wird statistisch bis zu 30-fach zu hoch eingestuft. Die Tatsache, das fast jeder zweite Deutsche im Laufe seines Lebens an einer Form des Krebs erkrankt, wird in der Einzelbetrachtung fast immer für höchst unwahrscheinlich gehalten. Ein interessantes psychologisches Phänomen: je wahrscheinlicher ein Risiko eintritt, desto geringer wird es als bedrohlich erkannt. Das klingt wie das Verdrängen der Realität. Eine Steigerung erfährt dieses Denken noch zusätzlich durch Falschinformation oder ungenaue Information. Fast alle Deutsche unterschätzen in der Studie ihre tatsächliche Lebenserwartung. Da das Risiko ein Pflegefall zu werden aber erst für über 80-jährige dramatisch zunimmt, hält sich kaum jemand für einen potentiellen Pflegefall – und diese Annahme liegt gänzlich neben der Wirklichkeit, denn Menschen werden heute immer älter. Wer Risiken so falsch einschätzt wie wir Deutschen, macht sich einerseits unbegründete Sorgen über Dinge, die kaum eintreten, und kaum Sorgen um Dinge, die ganz sicher eintreten. Dann aber ohne Pflegeversicherung, Zusatzrente und Unfallschutz dazustehen, ist tragisch. Denken Sie noch einmal neu über Ihre Risiken nach. Ein Gespräch mit dem Fachmann kann da klärend helfen.

Anzahl der Riester-Verträge steigt auch in 2016

Seit 2002 fördert der Staat die private Altersvorsorge mit Zulagen und Steuervorteilen im Rahmen der Riester-Verträge, deren alternative Sparformen nach und nach weiter aufgefächert wurde. Es gibt unterschiedliche Sparformen der Riester-Rente und auch den Spar-Riester für den Erwerb von Wohneigentum. Auch in den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 ist die Anzahl der Verträge stark gestiegen, laut Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales bestehen gegenwärtig 16,49 Millionen geförderte Riester-Verträge. Anspruch auf Förderung besteht für alle Personen, die als “unmittelbar” zulageberechtigt gelten. Dazu gehören alle in der gesetzlichen Pflichtversicherung versicherten Arbeitnehmer, versicherungspflichtige Selbständige wie Künstler oder freiberufliche Hebammen, aber auch Beamte. Förderfähig sind ebenfalls die Ehegatten eines unmittelbar Zulageberechtigten unabhängig von dessen beruflicher Tätigkeit. Um einen prinzipiellen Anspruch auf Förderung zu haben, muss mindestens ein Sockelbetrag von 60 Euro im Jahr in einen Riestervertrag gezahlt werden. Die volle Förderung erhält, wer 4% seines letzten Jahres-Bruttoeinkommens als Beitrag über ein Jahr einzahlt. Bei voller Förderung erhält der Sparer eine Grundzulage von 154 Euro, zusätzlich für jedes Kind, für das Kindergeldanspruch besteht,  184 Euro, für Kinder, die ab 01.01.2008 geboren sind, sogar 300 Euro. Zusätzlich sind alle eingezahlten Beiträge bis zu 2.100 Euro jährlich steuerlich abzugsfähig. Lassen Sie sich von Ihrem Versicherungsfachmann beraten!

Altersrente meist niedriger als erwartet

Altersrente, Altersversorgung,…das hat doch noch Zeit! Wer dieser Einschätzung folgt, hat oft ein böses Erwachen. Die durchschnittliche Rentenhöhe für gesetzlich Versicherte, die im Jahr 2015 erstmalig eine Rentenzahlung erhielten, lag bei knapp 490,- pro Monat! Wie bitte? Ja! Das erschüttert. Für diese Durchschnittsrechnung wurden alle Rentenarten zusammengefaßt, also auch Renten für Schwerbehinderte, vorzeitige Altersrenten, Altersrenten nach Arbeitslosigkeit usw. Langjährig Versicherte, die das frühestmögliche Renteneintrittsalter erreicht haben und eine volle Erwerbsbiographie besitzen, haben selbstverständlich höhere Renteneinkünfte, aber die fallen in der Regel auch wesentlich geringer aus, als vom Rentenbezieher erwartet: der Durchschnitt lag 2015 bei 1.177,26 Euro, das sind 1.303,14 Euro bei Männern und 995,80 bei Frauen. Diese Durchschnittsberechnung macht deutlich, wie hart die Einkommenssituation für die Personen sein muss, die unterhalb dieses Mittelwertes liegen. Es ist höchste Zeit, dass sich das Bewußtsein dafür entwickelt, dass die gesetzliche Altersrente zwar “sicher” ist, aber so gering, dass für fast alle Arbeitnehmer die Notwendigkeit einer ausreichenden Altersvorsorge über einen privaten oder staatlich geförderten Weg besteht! Man kann es nicht deutlich genug sagen!

Umgang mit Altverträgen im Bereich “Leben” und “Rente”

Es kommt leider immer mal wieder vor, dass eine unvorhergesehene Situation Kapitalbedarf mit sich bringt und leider wird dann allzu oft an die Kündigung einer schon seit längerem bestehenden Kapitalversicherung (als Renten- oder Lebensversicherung) gedacht. Keine gute Lösung!!! Grundsätzlich sind alle vorzeitig vom Kunden gekündigten Kapitalversicherungen finanziell schädlich, und das aus verschiedenen Gründen, die hier nicht alle dargestellt werden sollen. Ihr Versicherungsfachmann berät Sie da im einzelnen gern ausführlich. Hie sei auf einen grundsätzlichen Aspekt im Umgang mit Altverträgen hingewiesen. Wichtig dabei ist das Jahr 2005. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Gesetzgeber wesentliche Änderungen im Aufbau der Kapitalversicherungen beschlossen, kurz gesagt: alle Verträge in diesem Bereich, die vor 2005 abgeschlossen wurden, sind und bleiben bei ihrer Auszahlung als Einmalbeitrag komplett steuerfrei! Hinzu kommt, dass bei diesen Verträgen in der Regel der Garantiezins, der deshalb so heißt, weil er (auch heute noch) garantiert ist, bei ca. 4% per anno liegt. Welche Geldanlage kann Ihnen heute noch eine solche Verzinsung “garantieren”?  Heutige Verträge leisten immer noch überdurchschnittliches im Überschuß, aber leider nicht mehr in der Garantie. Hinzu kommt eine komplett andere steuerliche Behandlung. Besitzen Sie also Kapitalverträge aus der Zeit vor 2005, behandeln Sie sie bitte wie Goldstaub!!!

Trotz Fehler des Arbeitgebers die korrekten Rentenansprüche sichern

Jedes Jahr im April erhalten Arbeitnehmer von ihren Unternehmen die Mitteilung, welche Daten in Bezug auf das sozialversicherungspflichtige Bruttoeinkommen an die Rententräger oder Krankenkassen gemeldet wurden. In der Regel gehen die Arbeitnehmer davon aus, dass diese Zahlen korrekt gemeldet werden, Fehler sind jedoch nicht zu vermeiden. Arbeitnehmer sind daher gut beraten, diese Meldung grundsätzlich auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Die Abgabe der Daten muss spätestens zum 15. April eines Jahres erfolgt sein. Haben Arbeitnehmer einen Fehler in der Berechnung entdeckt, muss diese unverzüglich dem Arbeitgeber oder der Krankenkasse gemeldet werden. Über die Servicerufnummer 0800/100048010 können sie sich darüber hinaus über weitere Sachverhalte zur Meldung informieren. Gerade vor der kontinuierlich schwächelnden gesetzlichen Rentenversicherung und den beständig sinkenden Renten ist diese Kontrolle um so wichtiger. Darüber hinaus sind Arbeitnehmer gut beraten, gemeinsam mit einem Experten mögliche Lücken zwischen dem Einkommen und der zu erwartenden gesetzlichen Rente zu ermitteln, und frühzeitig daran gehen, diese zu schließen. Dafür bieten sich zahlreiche Lösungswege an, staatlich gefördert über die Riester-Rente, oder steuerlich attraktiv durch eine Rürup-Rente oder die betriebliche Altersversorgung. Wichtig ist, dass sich Arbeitnehmer mit dieser Problematik auseinandersetzen.

Auch ohne Abschläge früher in Rente

Seit dem Jahr 2012 wird das Alter für den Bezug der Regelaltersrente stufenweise auf 67 Jahre angehoben. Wer dennoch früher in Rente gehen möchte, muss pro Monat einen Abschlag auf die staatliche Altersversorgung in Höhe von 0,3 Prozent hinnehmen, maximal 10,8 Prozent bei dem frühestmöglichen Rentenbeginn. Im Jahr 2011 mussten 48 Prozent der Erstrentenbezieher Abschläge wegen des vorgezogenen Ruhestandes hinnehmen. Auf den Durchschnitt gesehen bedeutete dies ein Minus von 108 Euro pro Rentner und eine durchschnittliche Rentenhöhe von nur noch 811 Euro monatlich. Es gibt allerdings trotz des über das 65. Lebensjahr hinausgehenden Rentenbeginnalters noch Möglichkeiten, auch heute noch mit 65 Jahren in Rente zu gehen, ohne Abschläge hinnehmen zu müssen. Besonders langjährig in der gesetzlichen Rentenversicherung Versicherte, also die Arbeitnehmer, die 45 Beitragsjahre vorweisen können, haben einen Anspruch darauf bereits mit 65 die volle Altersrente zu beziehen. Langjährig Versicherte, Beitragszahler mit 35 Beitragsjahren können ebenfalls ab 63 in den Ruhestand gehen, müssen aber in diesem Fall für jeden Monat, den sie vorzeitig aus dem Arbeitsleben ausscheiden, einen Abschlag in Höhe von 0,3 Prozent hinnehmen. Der maximale Abzug beträgt in diesem Fall 14,4 Prozent bei einem um vier Jahre vorgezogenen Rentenbeginn. Wer zu den Jahrgängen der vor 1964 Geborenen gehört, kann sich bei der Bundesversicherungsanstalt darüber informieren, wie hoch die Abschläge bei einem vorzeitigen Rentenbeginn sein werden. Darüber hinaus erhalten die Versicherten dort Hinweise über die Besonderheiten für den Rentenbeginn von vor 1952 geborenen Frauen, Schwerbehinderten, Arbeitslosen und Arbeitnehmern in Altersteilzeit. Auf der Homepage steht darüber eine entsprechende Broschüre zum Download bereit. Darüber hinaus ermitteln Versicherungsexperten die entsprechenden Zahlen und bieten Lösungen an, die entstehenden Lücken zu schließen.