2/3 aller Arbeitnehmer verschenken Geld

Dass mit der staatlichen Altersrente kein wirklich auskömmliches Rentnerdasein mehr zu erwarten ist, sollte nicht mehr als neue Information angesehen werden. Neben den rein privaten Formen des Sparens in Rentenverträgen oder der Finanzierung eines Eigentums gibt es zwei staatlich gestützte und geförderte Formen der Altersvorsorge, die Riester-Rente und die betriebliche Altersvorsorge, kurz bAV genannt. Nicht für jeden kommt jede Vorsorgeform in Frage, aber warum nur insgesamt 1/3 aller Bundesdeutschen Arbeitnehmer überhaupt von diesen Formen Gebrauch machen, ist schon verwunderlich angesichts der Renten-Prognosen. Und da gibt es keinen Zweifel: wer nicht neben der staatlichen Rentenanwartschaft zusätzlich vorsorgt, kommt im Alter finanziell nicht klar!                                                                                                                                                                                                                                                                                       Ausreden gelten nicht!                                                                                                                                                                                                                                                                    

Gerade wer ein kleines Einkommen bezieht, muss für die Rentenphase etwas tun. Und gerade für kleine Einkommen bietet die Riester-Rente eine ideale Form. Die zu zahlenden eigenen Beiträge richten sich nach dem Einkommen und so löst meist ein kleiner monatlicher Sparbeitrag eine staatliche Zuzahlung von 154€ jährlich aus, dazu kommt für jedes Kind eine Zuzahlung von 185€ und für jedes nach 2008 geborene Kind sogar 300€ jährlich. Häufig ist also der eigene Sparbeitrag, der jährlich entrichtet wird, bei weitem geringer als die Zulagensumme. Warum lassen sich das so viele Bundesbürger entgehen? Wer über ein höheres Einkommen verfügt, kann zusätzlich durch eine betriebliche Altersvorsorge Beitragszahlungen in einen Direktversicherungs-Vertrag leisten, die dann steuerlich und durch Wegfall der Sozialabgaben staatlich begünstigt werden.

Möglichkeiten zu handeln gibt es genug. Es muss eben nur getan werden!    

Angst vor Altersarmut wächst

Das Deutsche Institut für Altersvorsorge hat in einer repräsentativen Umfrage unter 1000 Personen im erwerbstätigen Alter von 18 bis 65 Jahren das Thema “Angst vor Altersarmut” erörtert und festgestellt, dass die Furcht vor einer solchen Situation innerhalb nur eines Jahres um 7% gestiegen ist. 2015 gaben 69% aller Befragten an, sich Sorgen über ihre Einkommenssituation im Alter zu machen, 2016 waren es bereits 76%. Schüler, Auszubildende, Studenten und Rentner im Vorruhestand wurden dabei nicht befragt. Nur 5% der Befragten glaubten, dass es ihnen im Alter besser gehe als gegenwärtig.

Anspruch und Wirklichkeit

Nur 32% aller Befragten gaben an, bereits einen Vertrag zur Sicherung der Alterseinkünfte zu besitzen, aber nur 5% waren der Meinung, damit bereits ausreichend vorgesorgt zu haben. Das Bewusstsein von der großen Problematik der Altersarmut ist also im Grunde recht hoch, nur hinkt das Handeln offenbar hinterher. Als Grund dafür wird meistens auf die gegenwärtige Einkommenssituation verwiesen. Dabei wird meistens übersehen, dass gerade für geringe Einkommen dennoch Möglichkeiten der Vorsorge bestehen, wenn die staatlichen Förderungen in Anspruch genommen werden. Bereits mit geringsten Beiträgen bei geringem Einkommen erzielt ein Riester-Vertrag hohe staatliche Zulagen. Welchen Grund gibt es, staatliche Förderung auszuschlagen? Lassen Sie sich bei Ihrem Versicherungsfachmann beraten!

Anzahl der Riester-Verträge steigt auch in 2016

Seit 2002 fördert der Staat die private Altersvorsorge mit Zulagen und Steuervorteilen im Rahmen der Riester-Verträge, deren alternative Sparformen nach und nach weiter aufgefächert wurde. Es gibt unterschiedliche Sparformen der Riester-Rente und auch den Spar-Riester für den Erwerb von Wohneigentum. Auch in den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 ist die Anzahl der Verträge stark gestiegen, laut Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales bestehen gegenwärtig 16,49 Millionen geförderte Riester-Verträge. Anspruch auf Förderung besteht für alle Personen, die als “unmittelbar” zulageberechtigt gelten. Dazu gehören alle in der gesetzlichen Pflichtversicherung versicherten Arbeitnehmer, versicherungspflichtige Selbständige wie Künstler oder freiberufliche Hebammen, aber auch Beamte. Förderfähig sind ebenfalls die Ehegatten eines unmittelbar Zulageberechtigten unabhängig von dessen beruflicher Tätigkeit. Um einen prinzipiellen Anspruch auf Förderung zu haben, muss mindestens ein Sockelbetrag von 60 Euro im Jahr in einen Riestervertrag gezahlt werden. Die volle Förderung erhält, wer 4% seines letzten Jahres-Bruttoeinkommens als Beitrag über ein Jahr einzahlt. Bei voller Förderung erhält der Sparer eine Grundzulage von 154 Euro, zusätzlich für jedes Kind, für das Kindergeldanspruch besteht,  184 Euro, für Kinder, die ab 01.01.2008 geboren sind, sogar 300 Euro. Zusätzlich sind alle eingezahlten Beiträge bis zu 2.100 Euro jährlich steuerlich abzugsfähig. Lassen Sie sich von Ihrem Versicherungsfachmann beraten!