Die Angst vor Demenz

Nach Krebs ist Demenz die am häufigsten gefürchtete Krankheit bei den Bundesdeutschen. Damit sieht sich jeder zweite Erwachsene in der Gefahr. Das Bundesministerium für Gesundheit hat diese Besorgnis zum Anlass genommen, auf ihrem Web-Portal umfangreich darüber zu informieren. Gegenwärtig leben nach Angaben des BMG ca. 1,6 Millionen Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Schätzungen gehen davon aus, dass sich die Zahl bis zum Jahr 2050 verdoppeln wird, auch wenn die Gesamtbevölkerung abnimmt. Auch wenn viele Menschen Angst vor Demenz verspüren, ist über das Krankheitsbild und das medizinische Phänomen nicht wirklich viel bekannt. Wer weiß schon, dass das Wort Demenz als Oberbegriff für 50 verschiedene Krankheitsbilder steht, darunter auch Alzheimer, was bei Demenz Erkrankten mit einer Häufigkeit von 75% auftritt. Tatsächlich ist das Krankheitsbild Demenz vielfältiger als die meisten glauben. Neben der zunehmenden Vergesslichkeit treten im fortgeschrittenen Verlauf auch häufig Sprachschwierigkeiten eine Störung des Orientierungssinn und der Verlust des Zeitgefühls auf. Oft zu beobachten sind auch Antriebslosigkeit, plötzliche Stimmungsschwankungen zwischen Depression und Aggression und Unsicherheit beim Gehen. Die Diagnose Demenz ist nicht nur für den Betroffenen, sondern auch für die Angehörigen ein schwerer Schlag. Pflege ist eine große körperliche, psychische und auch finanzielle Herausforderung. Je nach Entwicklung der Krankheit sind Erkrankte schon bei alltäglichen Tätigkeiten wie Essen, Trinken und Körperpflege auf Hilfe anderer angewiesen. Da die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung meist die anfallenden Kosten nicht deckt, empfiehlt  das BMG den rechtzeitigen Abschluss einer ergänzenden, privaten Pflegeversicherung. Wer sich als Betroffener oder Angehöriger umfassend informieren will über alle Aspekte des Krankheitsbildes wie der Pflege, kann dies auf dem eigens dafür eingerichteten Web-Portal www.wegweiser-demenz.de tun.Auch auf die Rechte und Pflichten von Betroffenen und Angehörigen wird dort eingegangen.