Die Häufigkeit von Motorraddiebstählen ist ein regionales Phänomen

Zunächst einmal die gute Nachricht: die Anzahl der Diebstähle von Motorrädern und Mopeds ist in den letzten 15 Jahren stetig gesunken und gegenwärtig auf einem historischen Tiefststand. Die schlechte Nachricht bezieht sich auf die Aufklärungsquote, die liegt nämlich im Bundesdurchschnitt nur bei 20 Prozent von 23.250 Delikten insgesamt und das ist viel zu gering! Im übrigen ist das Diebstahlrisiko regional sehr unterschiedlich. Folgende Zahlen aus dem Jahr 2016 sind jeweils auf die Bezugsgröße von 100.000 Einwohnern berechnet. Da liegt Berlin mit 60,7 Taten pro 100.000 Einwohner an der Spitze, gefolgt von Sachsen und Bremen mit 48,3 und 45,6, Nordrhein-Westfalen mit 40,1, Sachsen Anhalt mit 38,1 und Hamburg mit 33,5 geklauten Krafträdern auf 100.000 Bewohner. Danach folgen Brandenburg, 30,1, Mecklenburg-Vorpommern 28,8. Unter dem Durchschnitt von 28,3 liegen Hessen, Saarland, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Baden-Württemberg mit 20 Taten pro 100.000 Einwohner.

Die mit Abstand wenigsten Krafträder werden in Bayern geklaut. Es sind nur 8,5 pro 100.000 Einwohner. Auch bei der Aufklärungsrate sind die Bayern mit den Thüringern ganz vorne, fast jeder dritte Diebstahl konnte aufgeklärt werden. In Hamburg liegt die Aufklärungsquote ähnlich wie in Berlin und Bremen nur bei rund 10 Prozent.

Ein Motorrad braucht eben nicht nur eine Haftpflicht, sondern auch eine Teilkasko, sonst ist der Spaß plötzlich vorbei!

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