Ebbe in der gesetzlichen Rentenkasse

Es ist zu erwarten, dass die Reserven der Deutschen Rentenversicherung in den kommenden Jahren abschmelzen. Die Nachhaltigkeitsrücklage von 32,2 Milliarden oder 1,6 Monatsausgaben wird bis zum Jahr 2022 auf 0,26 Monatsausgaben abnehmen. Nach Expertenberechnungen wird das Rentenniveau ohne Gegenmaßnahmen bis zum Jahr 2045 auf unter 42 Prozent fallen. Noch werden wir ein bis zwei moderate Jahre erleben, danach werden die Rückstellungen aber schnell schwinden. Beitragserhöhungen werden die Folge sein, um eine Katastrophe zu verhindern. Der Hintergrund dieses Szenariums ist weniger der Einbruch auf der Einnahmenseite als die hohe Zahl der zukünftigen Rentenempfänger der geburtenstarken Jahrgänge. Das Netto-Rentenniveau wird also nur noch kurze Zeit stabil sein, bis drastische Veränderungen eintreten könnten. Das wird voraussichtlich ab dem Jahr 2021 der Fall sein mit der Konsequenz des Absinken des Netto-Rentenniveaus auf 41,7 Prozent im Jahr 2045. Die berühmte Frage, ob die Rente sicher sei, läßt sich also getrost bejahen, aber die Frage bleibt, auf welchem Niveau sich unsere Rente dann bewegt. Es ist sicher bitter, von einem nicht gerade üppigen Gehalt auch zusätzliche Rücklagen für die Rentenphase zu bilden, aber es wird uns wohl nichts anderes übrig bleiben! In jedem Falle sollten diese Rücklagen mit den Vorteilen der staatlichen Förderungen gebildet werden. Lassen sie sich beraten. Es ist höchste Zeit!