Ende eines Spaziergangs – Unfall auf einem landwirtschaftlichen Wirtschaftsweg

Bei einem Spaziergang auf einem landwirtschaftlichen Wirtschaftsweg zwischen Rapsfeldern stürzte eine Spaziergängerin, weil sie auf dort verstreuten Rapssamen ausrutschte. Sie forderte vom Landwirt der angrenzenden Feldern wegen des Unfalls Kosten ein, u.a. auch Schmerzensgeld. Der Fall kam vor Gericht, die Klage wurde abgewiesen. Das Landgericht Coburg entschied folgendermaßen (Az.: 22 O 169/13): Da mehrere landwirtschaftliche Betriebe über diesen Weg ihre Rapsfelder erreichen, war grundsätzlich der direkte Verursacher der Verunreinigung nicht zu ermitteln. Aber auch, wenn dies möglich gewesen wäre, könne die Forderung der Klägerin nicht aufrechterhalten werden, da auf Wirtschaftswegen die Anlieger nicht mit Anliegern von üblichen Straßen gleichgestellt sind. es sei ortsüblich, dass auf Wirtschaftswegen Verschmutzungen in Folge der Tätigkeit auftreten und lediglich außergewöhnliche Hindernisse beseitigt werden müssten. Daher muss ein Fußgänger auf derartigen wegen mit Ernteabfällen rechnen. Unser Rat: eine finanzielle Absicherung in solchen Fällen kann nur durch eine private Unfallversicherung erreicht werden. Dumm gelaufen!