Grüne Karte Muss bei Fahrt ins Ausland

Wer mit dem Auto in das Ausland fährt, unabhängig davon, ob innerhalb der EU oder nicht, sollte, oder besser, muss die grüne Versicherungskarte mit sich führen. Diese ist der einzige international anerkannte Nachweis, dass eine gültige KFZ-Haftpflichtversicherung besteht. Obwohl innerhalb der Europäischen Union das Kennzeichen als Nachweis einer ordnungsgemäßen Haftpflichtversicherung besteht, erleichtert die grüne Versicherungskarte die Abwicklung nach einem Unfall erheblich. Grundsätzlich erhalten Versicherungsnehmer diese Karte automatisch mit der Police zugeschickt, können sie aber auch jederzeit beim Versicherer anfordern. International wurde in jedem Land ein sogenanntes „Grüne Karte Bureau“ eingeführt, welches sich um die Abwicklung von Unfällen mit exterritorialen Autofahrern kümmert. Diese Bureaus sind bei Vorlage der grünen Karte verpflichtet, die Unfallbeteiligten in allen Belangen zu unterstützen. Die deutschen Autoversicherer gewähren allerdings nicht für alle Länder Versicherungsschutz. Diese Ausnahmen sind auf der grünen Karte ersichtlich, da sie dort in der Länderliste durch ein X ausgestrichen sind. Dazu gehören unter anderem Israel, die Türkei, der Iran oder Marokko. Für eine Reise dorthin muss gesonderter Versicherungsschutz beantragt werden. In einigen Staaten ist das Mitführen der Bestätigung gesetzlich vorgeschrieben. Dies ist in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Moldawien, Ukraine, Weißrussland, Mazedonien und Montenegro der Fall. Keine Gültigkeit besitzt das Papier im Kosovo. Hier muss bei Einreise eine gesonderte Versicherung abgeschlossen werden.