Haftpflicht und passiver Rechtsschutz

Wer durch schuldhaftes Verhalten einem anderen einen Schaden zufügt, hat nach den Rechtsgrundsätzen des Bürgerlichen Gesetzbuches dafür zu haften. Das kann zu hohen Ansprüchen führen, die der Betroffene in der Regel durch eine private Haftpflichtversicherung abgedeckt hat. Was aber, wenn eine Forderung erhoben wird, die unbegründet ist, da sie der Rechtsgrundlage des BGB nicht entspricht. Dies ist oft nur juristisch festzustellen. Was bedeutet dies für den, der einer solchen Forderung gegenüber steht? Ohne Haftpflichtversicherung kann das im Einzelfall zu hohen Kosten führen. Eine Rechtsschutzversicherung könnte da helfen, ist dafür aber gar nicht nötig. Wer Haftpflicht versichert ist, besitzt auch eine “passive” Rechtsschutzversicherung, weil der Versicherer seinerseits die Rechtsmäßigkeit der Forderung prüft, da er ohne berechtigte Forderung auch nicht leisten würde. Die Haftpflichtversicherung hilft also doppelt: sie übernimmt die Regulierung des Schadens, soweit rechtlich begründet und wehrt unbegründete Forderungen ab, ohne weitere juristische Unternehmungen des Kunden.