Hat die betriebliche Weihnachtsfeier gesetzlichen Unfallschutz?

Im Prinzip “ja”! Wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind! Ein aktuelles Urteil des Bundessozialgerichts (Az.: B 2 U 19/14R) macht dazu neue Aussagen. Natürlich geht es dabei nicht nur um betriebliche Weihnachtsfeiern, sondern um Veranstaltungen, die betriebsseitig organisiert sind. Und genau darin liegt der Aspekt. Eine betriebliche Veranstaltung, die unter der Deckung der gesetzlichen Unfallversicherung steht, muss durch das Unternehmen organisiert sein, wobei die Anwesenheit der Betriebsleitung selbst nicht Voraussetzung ist, insofern dafür beauftragte Stellvertreter bestimmt sind, die durch Anwesenheit stellvertretend auftreten. Die bisher geforderte Teilnahme von mindestens 20% der Belegschaft ist nicht mehr bindend. Das ist ein gesetzliches Novum! Selbstverständlich sind im Rahmen einer solchen Veranstaltung lediglich die dem Betrieb angehörenden Personen versichert, also keine eventuell teilnehmenden Familienmitglieder oder geladene Gäste. Unfälle, die durch übermäßigen Alkoholgenuss verursacht sind, bleiben ebenso unberücksichtigt. Ferner gilt die im allgemeinen gültige Regelung, dass Hin- und Rückfahrt durch private Unterbrechungen nicht beeinflusst werden. Umfassenden Versicherungsschutz bietet unabhängig der genannten Kriterien nur eine private Unfallversicherung, die grundsätzlich existieren sollte!