Hochwasser weit ab von Flüssen und Seen

Die meisten Hausbesitzer sind der Meinung, dass Ihre Immobilie nicht von Hochwasser bedroht sei. Dies ergab eine Umfrage des Forsa-Instituts im Jahr 2014. Als Begründung dient in der Regel der Hinweis auf die Distanz zu Seen und Flüssen. Die Erfahrungen der letzten Jahre hat aber gezeigt, dass Witterungseinflüsse wie Stark- und Dauerregen große und flächendeckende Schäden auch in Gebieten verursachen können, die nicht durch ihre spezifische Lage in Risikogebieten ausgelöst wurden. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft weist darauf hin, dass bei der großen Flut im Jahr 2013 insgesamt 85% aller versicherten Schäden abseits von Flüssen und Seen entstanden. Rückstau und der dadurch überflutete Keller sind meist unabhängig von der Lage eines Gebäudes. Grund für diese Schäden ist die Überforderung der abführenden Leitungssysteme der Kanalisation. Dazu kommt, dass zu den Elementarschäden auch die Folgen von Schneedruck, Lawinen, Erdrutsch, Erdsenkung und Erdbeben gezählt werden. Fällt der “Starkregen” durch die Jahreszeit nicht als Regenwasser, sondern als Schnee, ist das Dach eines Gebäudes in seiner Stabilität schnell überfordert.

Ebenso falsch ist die weit verbreitete Annahme, dass nur wenige Gebäude gegen Elementarschäden versicherbar sind. Nach Angaben des GDV können 99% der Gebäude in Deutschland gegen Naturgefahren versichert werden. Dies ist dadurch möglich, dass heutzutage eine sehr viel genauere Risikoanalyse zu Hochrisikozonen vorliegt, wie es sie vor Jahren noch nicht gab. In fast alle Versicherungspolicen, die Gebäude absichern, lässt sich die Elementardeckung einbauen. Es kostet weniger, als sie glauben!

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