Immer mehr Krankenhausaufenthalte

Nach Aussage des Deutschen Statistischen Bundesamtes wird jeder vierte Bundesbürger einmal jährlich in einem Krankenhaus stationär behandelt. Das ist das Ergebnis eines stetigen Anstiegs. Zeitgleich gibt es aber immer weniger Krankenhäuser und damit auch Krankenbetten. Das ist einerseits Zeichen eines Abbaus von Kosten treibenden Überkapazitäten, andererseits Ausdruck einer veränderten Versorgungsform, die kürzere Aufenthaltszeiten bei reduziertem Personaleinsatz vorsieht. Ob das eine Verbesserung für den Patienten darstellt, kann kritisch hinterfragt werden. Tatsache ist, dass die Anzahlt von jährlichen Klinikaufenthalten auf einem historischen Höchststand angekommen ist. Im Jahr 2015 waren das 19,2 Millionen Aufenthalte, zehn Jahre zuvor waren es noch 16,5 Millionen. Wer vor dem Hintergrund dieser Entwicklung Wert auf eine möglichst komfortable Unterbringung und individuelle Betreuung legt, findet dafür in vielen Kliniken entsprechende Angebote für Wahlleistungen gegen Zuzahlung. Dazu gehört z.B. die Unterbringung in einem Einzelzimmer sowie die Behandlung durch den Chefarzt. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt diese Leistungen jedoch nicht. Wer dennoch eine entsprechende Leistung wünscht, kann diese durch eine Krankenzusatzversicherung bei einem privaten Anbieter absichern, ohne ein hohes Kostenrisiko einzugehen. Voraussetzung für einen solchen Vertrag ist aber, dass noch keine medizinische Maßnahme in einer Klinik angeraten ist und der allgemeine Gesundheitszustand eine Versicherbarkeit zulässt. Verständlich!