Kfz-Unfall und Kostenfrage

Wer einen Kfz-Unfall verschuldet, hat in der Regel auch für die Kosten des Geschädigten aufzukommen. Eigentlich ist das nicht ganz richtig, da die Kosten des Unfallgegners ja von der eigenen Kfz-Haftpflicht-Versicherung getragen werden. Ohne Vollkasko-Versicherung bleibt man dann auch noch auf dem Schaden am eigenen Fahrzeug sitzen. Häufig ist die Ausgangssituation für den Unfall jedoch komplex und nicht eindeutig, so dass die Schuldfrage nicht ausschließlich durch einen der Beteiligten beantwortet wird, sondern entsprechend des Unfallhergangs und des individuellen Verhaltens in einer prozentualen Anteiligkeit auf beide Betroffene verteilt wird.

Wann immer eine Kfz-Versicherung in Anspruch genommen wird, bei alleiniger Schuld oder Teilschuld und natürlich auch im Falle einer Vollkaskoversicherung, erfolgt zum Beginn des nächsten Versicherungsjahres eine Rückstufung in eine niedrigere SF-Klasse, was in der Regel zu höheren Versicherungsbeiträgen führt. Das kann mächtig ins Geld gehen, da es ja wieder einige Jahre dauert, bis durch unfallfreies Fahren die ursprüngliche SF-Klasse erreicht wird. Da lohnt sich eine vergleichende Rechnung zwischen des Kosten des Unfalls und den Mehrkosten für erhöhte Beiträge. Grundsätzlich ist ein solcher Kostenvergleich bei allen Schäden zwischen 500,- und 1.000,- € sinnvoll. Es ist nämlich häufig sinnvoller, der Versicherungsgesellschaft den “bezahlten” Unfall zurückzukaufen, statt sich “stufen” zu lassen. Manchmal weisen Versicherer selbst auf diesen Vorteil hin, manchmal klärt das aber nur ein Anruf bei der entsprechenden Gesellschaft. Für diesen Rückkauf bietet die Versicherung in der Regel einen Zeitraum von 6 Monaten nach erfolgter Schadenregulierung.

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