Naturkatastrophen produzieren Millardenschäden

Es gab im ersten Halbjahr 2016 zwar weniger Naturkatastrophen-Ereignisse als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres, die Schadenssumme dieser Ereignisse hat sich aber weltweit dennoch erhöht. Die Gesamtsumme beläuft sich weltweit auf 70 Milliarden US-Dollar, das sind 63,3 Milliarden Euro. Allein in Mai und Juni 2016 waren das europaweit 5,4 Milliarden Euro, wovon fast die Hälfte allein auf Deutschland fiel. 40% all dieser Schäden waren versichert, 60% hatten keine Deckung durch Versicherungspolicen, weil entweder gar keine Versicherungen bestanden oder in bestehenden Policen das Elementarrisiko nicht mitversichert war. Das verwundert schon angesichts der Tatsache, dass sich Ereignisse wie Starkrniederschläge und Sturmereignisse, wie sie häufig im Frühjahr vorkommen, seit seit 1950 bis heute fast verdoppelt haben. Obwohl diese Klimaphänomene wochenlang die Medien beschäftigen und einen Großteil der Nachrichtenberichte füllen scheint das Bewußtsein von der Gefährdung des eigenen Hab und Gut nur bei denen vorhanden zu sein, die von der Not betroffen sind. Das St. Florians-Prinzip, nach dem es immer nur die anderen betrifft, scheint nicht zu funktionieren. Jeder Hausrat- und Wohngebäudevertrag sollte bei Zeiten auf Elementardeckung geprüft werden. Übrigens gilt das nicht nur im privaten Bereich, sondern ebenfalls für Unternehmen und Besitzer gewerblicher Immobilien. Tragisch, wenn Naturkatastrophen unnötig die materielle Existenz vernichten! Läuft erst einmal eine Witterungswelle mit zu erwartenden Elementarschaden-Ereignissen, läßt sich die entsprechende Versicherungserweiterung zeitlich nicht mit sofortiger Wirkung einschließen, sondern mit angemessener Wartezeit – verständlich! Versicherungen arbeiten nach dem Solidarprinzip, da lassen sich potentiell große Schäden nicht erst versichern, wenn der Schaden bereits zu erwarten ist. Sorgen Sie rechtzeitig vor und werfen Sie einen Blick in Ihre Versicherungsunterlagen.