Nicht jede Verletzung erfordert ärztliche Behandlung….aber vorsicht! Hier ein paar grundsätzliche Regeln!

Jeder hat sich schon einmal verletzt, sei es ein kleiner Schnitt mit einem Messer, ein aufgeschlagenes Knie oder ein blauer Fleck durch Stoß. In den meisten Fällen ist dabei eine Behandlung durch einen Arzt gar nicht notwendig. Diverse Verletzungen sind nach Einschätzung von Gesundheitsexperten immer ärztlich zu versorgen. Dazu gehören alle großflächigen Verletzungen, Vergiftungen, Knochenbrüche, tiefe und stark blutende Wunden, starke Prellungen und großflächige Blutergüsse. Manchmal kann es aber auch sein, dass scheinbare Bagatellverletzungen unbehandelt zu großen Problemen führen!

Wann medizinische Wundbehandlung erforderlich ist

Grundsätzlich sollten alle Verletzungen ärztlich behandelt werden, die starke Schmerzen verursachen, bei denen sich ein taubes Gefühl einstellt oder eine Bewegungseinschränkung zur Folge haben. Das Gleiche gilt bei stark verschmutzten Wunden und eingedrungenen Fremdkörpern wie z.B. Glassplitter. Extreme Vorsicht gilt ebenso bei Verletzungen am Kopf, im Gesicht, an Lippen und Augen, da zusätzlich zur erkennbaren Verletzung auch noch eine Gehirnerschütterung kommen kann, was meist Übelkeit und Erbrechen mit sich bringt. Verbrennungen brauchen grundsätzlich ärztliche Versorgung, ebenso wie Biss- und Stichwunden, da die Gefahr von Gasbrand, Blutvergiftung und Wundstarrkrampf droht.

Wenn der Kratzer zum Drama wird

Auch kleine Verletzungen können dramatisch werden, wenn Verschmutzungen schwere Infektionen auslösen wie Tetanus, den Wundstarrkrampf. Meistens wird er ausgelöst durch Bakterien, die in der Erde oder im Staub vorkommen. Dann sind auch kleine Schnitt-, Riss-, Stich- und Bissverletzungen höchstgefährlich und können zur tödlichen Gefahr werden. Daher sollte jeder auf seinen Impfschutz gegen Tetanus achten. Kinder und Jugendliche brauchen einen Grundschutz, der bis zum 14. Lebensjahr aus vier Impfungen besteht. Die ersten beiden Auffrischungen sollten dann bis zum 17. Lebensjahr erfolgt sein. Danach reicht die Auffrischung alle zehn Jahre.