Sommerzeit – Reisezeit

“Deutschland hat Ferien”! Seit dem Wochenende haben alle schulpflichtigen Kinder in Deutschland Sommerferien, Bayern war das letzte Bundesland, dass seine Schulkinder in die Sommerpause entließ. Viele Familien verreisen dabei oft mit dem Auto, auch häufig ins Ausland. Hierzu noch ein paar kleine Hinweise. Dass das Fahrzeug in guten Zustand ist, setzen wir mal voraus, aber ist das Gepäck auch richtig im Fahrzeug gesichert und vor allem gleichmäßig verteilt? Hat der Dachgepäckträger nicht zuviel Last abbekommen. Für die Beladung des Fahrzeugdachs gelten eigene Gewichtsgrenzen! Auch wenn offiziell in den meisten europäischen Ländern keine grüne Versicherungskarte mehr gebraucht wird, ist es keinesfalls verkehrt, eine mitzuführen. In der Bürokratie der einzelnen EU-Länder sprechen sich gesetzliche Neuerungen nicht so schnell durch, wie gewünscht. Und wenn Sie bei einer Kontrolle erst neue gesetzliche Durchführungsbestimmungen diskutieren wollen, beginnt der Urlaub vielleicht doch mit einem am Ende nicht begründeten Bußgeld, das in nachhinein nur schwer zurückzufordern ist. Wer im Ausland sein Fahrzeug führt, sollte daran denken, dass Bußgelder wegen Verstößen gegen die jeweilige Straßenverkehrsordnung meisten wesentlich höher ausfallen, als nach dem vergleichsweise bundesdeutschen Bußgeldkatalog. Das gilt besonders für zu schnelles Fahren. Wer in Deutschland seinen Führerschein für eine bestimmte Zeit abgeben muss, darf selbstverständlich im Ausland ebenso wenig fahren. Wer sich daran nicht hält, kann auch schon mal kurzzeitig im Gefängnis landen! Unterschätzen Sie die im Ausland meist höheren Strafen für Verkehrsvergehen nicht! Also: Warndreieck und Sanitäts-Box an Bord?

Kfz-Auslandsreisen immer nur mit Grüner Karte!

Damit bei einem Verkehrsunfall im Ausland lästige und vor allem unnötige Probleme in der Abwicklung der Formalitäten vermieden werden, sollte immer eine grüne Versicherungskarte an Bord sein. Das Grüne Karten System beruht auf einem Abkommen, an dem 46 Länder einschließlich vier außereuropäische Länder teilnehmen. Obwohl in der Regel zum Nachweis der Versicherung das Kennzeichen genügt, ist die Regelung der teilnehmenden Staaten durchaus unterschiedlich. Die Grüne Karte gilt aber in allen Ländern als zusätzlicher Nachweis, dass das Fahrzeug den in diesem Land vorgeschriebenen Versicherungsschutz besitzt. Offiziell heißt die Grüne Karte “Internationale Versicherungskarte für den Kraftverkehr” (IVK) und zeigt durch Länderkürzel, in welchen Ländern ein ausreichender Versicherungsschutz besteht. In der Regel wird die Grüne Karte bei deutschen Autoversicherern mit Abschluss einer Versicherung ausgehändigt. Geschieht dies nicht oder ist die Karte veraltet, kann jederzeit beim Versicherer eine Grüne Karte angefordert werden. Einige Länder stellen Sonderbedingungen, die über den Versicherungsschutz, die durch die Karte hinausgehen. Ob dies für Ihr Zielland gilt, zeigt ein Blick auf die Karte, da das entsprechende Länderkürzel entweder nicht erwähnt ist oder vorhanden, aber durchgestrichen. Sie könne sich darüber auch direkt bei Ihrem Versicherer erkundigen. Auch wenn im Einzelfall ein Zielland das Mitführen einer Grünen Karte nicht vorschreibt, hilft sie dennoch im Schadenfall, da sie bei der Abwicklung der Formalitäten im Schadenfall nützliche Dienste leistet und den Vorgang erleichtert und dadurch beschleunigt. Um in jedem Falle gerüstet zu sein und eventuelle Strafgebühren im Zielland zu vermeiden, sollte die Grüne Karte also vorsichtshalber bei Kfz-Reisen ins Ausland immer mitgeführt werden.