Über die Haltungerlaubnis von Tieren in Haus und Wohnung

Wer hätt´ nicht gern ´nen Vogel? Manch einer hat ihn, manch einer braucht dafür aber einen Käfig. Nur eine Erlaubnis dafür braucht er nicht, vorausgesetzt es handelt sich nicht um eine geschützte Tierart. Der rechtliche Hintergrund für das Halten von Haustieren ist gar nicht so einfach! Grundsätzlich gilt unabhängig vom Mietvertrag und dessen Regeln, dass das Halten von Kleinhaustieren erlaubt ist, gemeint ist der Vogel, der Hamster oder die Zierfische im Aquarium. Katzen und Hunde gelten, egal wie klein sie sind, nicht als Kleintiere. Zwar ist eine generelle Verbotsklausel für die Haltung von Hunden und Katzen laut BGH-Urteil (Az.: VIII ZR 168/12) unwirksam, allerdings muss der zukünftige Hunde- und Katzenhalter dennoch die Zustimmung seines Vermieters einholen. Bei wilden oder gefährlichen Tieren wie Krokodilen, giftigen Spinnen, Schlangen und Würgeschlangen ist das nicht anders, nur dass in solchen Fällen auch behördlicherseits Zustimmung vorliegen muss. Dabei gilt, dass es dafür in der Bundesrepublik keine einheitliche Regelung gibt. Jedes Bundesland und fast jede Kommune haben da ihre eigene rechtliche Regelung. Wer also das Einverständnis seines Mieters hat, sich ein nicht alltägliches Haustier zu halten, muss sich nun an die nächste Verwaltungsbehörde wenden, um nach der Haltungserlaubnis zu fragen. Dabei ist eines immer vorausgesetzt: die Einhaltung des Artenschutzgesetzes für Tiere. Am Ende darf auch die Haftungsfrage nicht außer Acht gelassen werden. Das Haftungsrisiko für Kleintiere (hier incl. der Katze) übernimmt die Privathaftpflichtversicherung. Hunde jeder Größe brauchen eine eigene Hundehaftpflicht, so wie auch Pferde. Planen Sie die Haltung eines gefährlichen Tieres, sollten Sie bezüglich der Haftung über Ihren Einzelfall mit Ihrem Privathaftpflichtversicherer sprechen. In vielen Fällen geht die Deckung weiter als Sie glauben, der Versicherer hätte nur gerne zuvor vom Risiko gewusst.

Haustiere und Versicherungsschutz

Wer einen Hund besitzt, besitzt in der Regel auch eine Hundehalterhaftpflicht-Versicherung. Es gibt zwar keine einheitliche Regelung in der Bundesrepublik, da Kommunen und Länder ihre eigenen Forderungen aufstellen, aber oftmals ist es eine Pflichtversicherung für Hundehalter. Da stellt sich doch die Frage: wie sieht der Haftpflichtfall bei Besitzern von Katzen aus? Tatsächlich ist hier die Übernahme der gesetzlichen Haftung durch die private Haftpflichtversicherung geregelt. Wenn “Minka” sich aus der gerade offen stehenden Wohnungstür schleicht, um sich nebenan bei Meyers an der neuen, ledernen Sesselgarnitur die Krallen zu wetzen, kommt für den Schaden die private Haftpflicht auf. Dies gilt generell für übliche Haustiere. Die extra zu versichernden Sonderfälle sind Hunde und Pferde (die zwar nicht als Haustiere gelten, aber in Haltung und Zucht eigene Risiken gelten). Eine häufig gestellte Frage ist, ob die bestehende Hunderhalterhaft auch greift, wenn nicht der Besitzer selbst, sondern eine andere mit der Hundeführung betraute Person in die Situation eines haftungspflichtigen Schadens gerät. Die Antwort lautet ja, sofern diese Person ihrerseits die vorübergehende Hundeführung nicht gewerblich betreibt.