Wie man Kleinkinder vor Unfällen schützt

In Deutschland werden jährlich rund 80.000 Kinder unter fünf Jahren bei Unfällen so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. 85 davon sterben im Durchschnitt an ihren Verletzungen! Aber das Unfallrisiko für Kleinkinder lässt sich minimieren. Der Weg Unfälle zu vermeiden, ist die richtige Prävention. Sorgen Sie dafür, dass im Umfeld des Kindes die Gefahren erkannt und minimiert werden! Regale und Schränke müssen so gesichert aufgestellt sein, dass sie nicht umkippen, auch wenn sich der Sprössling daran hochzieht. Richten Sie Schutzgitter an Treppen und Etagenbetten ein! Fenster sollten sollten mit Sicherheitsriegeln versehen sein! Achten Sie darauf, dass keine kleinen Gegenstände herumliegen, die verschluckt werden könnten wie z.B. Knöpfe, Ringe und Münzen! Dasselbe gilt für Medikamente, Putzmittel und Zigaretten. Schnüre und Stricke können gefährliche Strangulationsfallen darstellen. Steckdosen sollten mit Kindersicherungen versehen werden! Vorsicht gilt auch in der Nähe von Teichen, Badewannen und Planschbecken. Der Kopf eines Kindes ist im Verhältnis zum Körpergewicht wesentlich schwerer als bei einem Erwachsenen. Ein Kleinkind, das nach vorne kippt, kann schon in wenige Zentimeter hohem Wasser ertrinken. Ein besonderes Gesundheitsrisiko stellen Verbrennungen und Verbrühungen dar. Schon kleine Mengen einer heißen Flüssigkeit können bei der Körperfläche eines kleinen Kindes lebensgefährliche Verletzungen auslösen. Man sollte deshalb auf Tischdecken verzichten, Tassen nicht an Tischkanten abstellen und mit einem kleinen Kind auf dem Schoß selbst nichts heißes trinken! Achten Sie auf Kabel von Wasserkochern und Fritteusen! Stiele von Pfannen und Töpfen sollten nicht über den Herd hinausragen! Lassen Sie kein Kind unbeaufsichtigt in der Nähe von offenen Feuer oder Flammen! Wer sich umfassend über Prävention von Kinderunfällen informieren will kann dies auf verschiedenen Internetportalen, z.B. bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) oder beim Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Bei Unfällen in Kindergärten und Schulen wie auf dem Weg dorthin und zurück ist Ihr Kind gesetzlich unfallversichert – in bescheidenem Rahmen, der meistens nur geringe Kostenhilfe angesichts des tatsächlichen Schadens darstellt. Um ausreichende Mittel für Ihr Kind nach einem Unfall zur Verfügung zu haben, sollte eine private Unfallversicherung für nur ein paar Euro pro Monat abgeschlossen werden, da die auch dem gesamten häuslichen Bereich abdeckt! Und gerade dort geschehen die meisten Unfälle.