Urlaubsanspruch bei Arbeitnehmerkündigung

Grundsätzlich hat ein Arbeitnehmer Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung für nicht in Anspruch genommenen Urlaub, auch wenn die Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch ihn ausgelöst wurde. In vorliegenden Fall bat ein Angestellter zum 01.07.2011 um die Beendigung des Arbeitsverhältnisses und Versetzung in den Ruhestand. Leider ging diesem Übergang des Ausscheidens eine längere Krankheit voraus, so dass der Arbeitnehmer vom 01.01.2011 an nicht mehr an seinen Arbeitsplatz zurückkehrte. Als das Arbeitsverhältnis zum 01.07.2011 regulär beendet wurde, bestand der künftige Ruheständler auf finanziellen Ausgleich für nicht genommenen Urlaub im ersten Halbjahr 2011. Dieser Anspruch war entstanden, unabhängig davon, ob Krankenstand vorlag oder nicht. Zunächst verweigerte der Arbeitgeber die Zahlung mit Hinweis auf die Erkrankung. Es entstand ein zäher Rechtsstreit, in dem am Ende der Europäische Gerichtshof ein Urteil fällen musste (Az.: C-341/15). Der Klage des Arbeitgebers wurde stattgegeben. Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind sich scheinbar nicht immer einig und nicht selten landen solche Unstimmigkeiten vor Gericht. Wer eine Rechtsschutzversicherung mit Arbeitsrechtsschutz besitzt, begegnet dem Prozesskosten-Risiko. Die Bedingungen der heutigen Arbeitswelt machen eine solche Deckung absolut sinnvoll!