Besondere Sorgfaltspflicht und Mitverantwortung

Eine Joggerin verunglückt bei ihrem abendlichen Sport. Was war passiert: Eine Baufirma hatte im Auftrag einer Stadtverwaltung einen Gehweg in Stand gesetzt und dabei an einer Stelle versehentlich eine Vertiefung von ca. 2,5 cm zurückgelassen. Bei nicht ausreichender Beleuchtung und Abenddämmerung kam die Joggerin an dieser Stelle zu Fall und verletzte sich. Sie verklagte darauf die Stadtverwaltung zur Übernahme der Kosten in Folge des Unfalls und zur Zahlung von Schmerzensgeld. Beide Forderungen wurden vom Oberlandesgericht in Saarbrücken abgelehnt. Das Gericht verwies auf die Eigenverantwortung der Sportlerin, die bei nicht ausreichenden Lichtverhältnissen eine gerade bearbeitete Wegstrecke durchlief und deren ausnahmslose Beschaffenheit und Sicherheit nicht unterstellt werden konnte. Nach dem Satz: Wer sich in Gefahr begibt… erwartete das Gericht eine weitgehende Sorgfaltspflicht im eigenen Handeln und ein hohes Maß an Mitverantwortung seitens der Sportlerin.