Was ist Risikomanagement? Auf den richtigen Beratungsansatz kommt es an!

Wer es braucht, könnte sich bei Lloyds in London für den Fall versichern lassen, dass uns der “Himmel” auf den Kopf fällt. Zumindest die Bewohner eines kleinen gallischen Dorfes sollen dafür Bedarf haben. Was sich hinter diesem Scherz verbirgt ist schlicht die Frage, für wen, wann und in welchem Umfang Versicherungen einen Sinn machen. Merkwürdige Frage für einen Versicherungsfachmann? Natürlich nicht! Die Qualität seiner Beratung hängt vom richtigen Risikoansatz ab. Nach dem Motto “first things first” muss die Grundlage einer Beratung in Risikofragen immer an zwei Kriterien ausgerichtet sein: welches sind die Risiken mit den größten Finanziellen Gefahren und wie sieht die individuelle Risikosituation des einzelnen aus. Nicht jede Lösung ist für jeden gleich gut und wichtig. Es gibt demnach eine grundsätzliche Gewichtung von Risikosituationen als Ausgangspunkt: die private Haftpflicht (im Schadenfall hohes finanzielles Haftungsrisiko bei relativ kleinem Beitrag), die private Berufsunfähigkeitsversicherung (Risiko mit hoher Wahrscheinlichkeit und existenzbedrohenden finanziellen Folgen), die Unfallversicherung als Ergänzung zur BU (die beiden Versicherungen greifen in einander), die Hausratversichrung (zur Sicherung von Hab und Gut) eben so wie Gebäudeversicherung. Und alles andere? Ja und Nein! Das kommt auf die individuelle Situation an. Wer z.B. ein altes Fahrrad hat und dreimal im Jahr bei schönem Wetter eine Runde um den Häuserblock fährt, muss seinen Drahtesel nicht gegen Diebstahl außerhalb des Hauses versichern. Wer aber mit einem teuren Rad täglich von der Wohnung zur S-Bahn pendelt, das Rad dort abschließt und erst abends damit wieder Heim fährt, sollte dies unbedingt tun. So individuell verhält es sich mit fast allen Versicherungen. Brauche ich eine Pflegezusatzversicherung? Ja, das wäre gut, aber zunächst ist die Berufsunfähigkeit vorrangig. Es gibt also nicht nur die abstrakte Gewichtung von Versicherungsrisiken, sondern auch den zeitlichen Aspekt der Lebens- und Altersphase in der man sich befindet. Risikomanagement bedeutet die Fähigkeit, unter Berücksichtung der zur Verfügung stehenden Mittel Risiken nach finanziellem Umfang, Wahrscheinlichkeit, individueller Notwendigkeit und Altersbezogenheit erkennen zu können. Lassen Sie sich “gut” beraten!