Die studentische Krankenversicherung ist zeitlich begrenzt

Ein Urteil des Bundessozialgerichts hat die Anspruchsdauer eines Studenten auf eine günstige gesetzliche Krankenversicherung definiert. Auch wenn seit Studienbeginn nahtlos Hinderungsgründe einer Erkrankung den Abschluss des Hochschulstudiums verhindern, gilt der Anspruch auf die günstige studentische gesetzliche Versicherung nicht unbegrenzt. Sie endet süätestens mit dem 37 Lebensjahr (Az.: 12 KR 17/12 R). Der Anlass war die Klage eines mittlerweile 46 jährigen Studenten, der seit seinem Studienbeginn unter dem Asperger-Syndrom leidet. 26 Jahre nach Aufnahme des Studiums wurde er von seiner gesetzlichen Versicherung in den regulären gesetzlichen Versicherungstarif umgruppiert. Dagegen ging der Student gerichtlich vor, durch mehrere Instanzen bis vor das Bundessozialgericht. Aber auch dort wurde die Klage abgewiesen. Nach Ansicht des Gerichts kommt eine Verlängerung des Anspruchs auf studentische Versicherung über das 30. Lebensjahr hinaus nur wegen medizinischer Hinderungsgründe in Frage, also Erkrankung oder Behinderung. Liegen solche Gründe vor, verlängert sich der Anspruch jedoch nicht unbegrenzt, sondern lediglich maximal um den Zeitraum, der im Ausnahmefall  für ein Hochschulstudium vorgesehen ist, also 14 Semester. Demnach endet der Versicherungsanspruch mit Vollendung des 37. Lebensjahres. Nach Ansicht der Richter verstößt dies auch nicht gegen das gesetzliche Diskriminierungsverbot. Zugunsten Behinderter bestehe kein Anspruch auf eine bestimmte Art der Durchführung der Gesundheitsversorgung.